Ein besonderes Geschenk für Putin

Happy Birthday, Mr. President: Ukraine feiert Explosion auf Krimbrücke

Sonntag, 09. Oktober 2022 | 12:04 Uhr

Kiew – Die Ukraine feiert die Explosion auf der Krim-Brücke als großen Erfolg: Das Prestigeprojekt des russischen Präsidenten Wladimir Putin war 2018 vier Jahre nach Russlands völkerrechtswidriger Annexion der Krim eröffnet worden. Ein Lkw war am Samstagmorgen auf der Straßen- und Eisenbahnbrücke explodiert, sieben Treibstoff-Transportanhänger eines Güterzugs fingen Feuer, Teile der Fahrbahn stürzten ein. Besonders ironisch fiel der Kommentar vom Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Oleksiy Danilov, aus.

Dieser hat in den sozialen Netzwerken Aufnahmen von der zerstörten Brücke neben einem Video geteilt, das die Hollywood-Legende Marilyn Monroe zeigt, wie sie im Jahr 1962 für den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy das Geburtstagsständchen “Happy Birthday, Mr. President” singt. Die Explosion hat sich nur einem Tag nach dem 70. Geburtstag vom Kreml-Chef ereignet.

Die 19 Kilometer lange Brücke führt über die Straße von Kertsch, eine Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer und wurde in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von ukrainischen Gegenangriffen. Für die Ukraine ist der Angriff nicht nur symbolisch, sondern auch strategisch ein Erfolg. Über die Krim-Brücke wurde ein großer Teil des Nachschubs geliefert, der für die russischen Truppen in der von ihnen größtenteils besetzten südukrainischen Region Cherson bestimmt war. Drei Menschen starben nach russischen Angaben.

Der Post von Oleksiy Danilov wurde vielfach geteilt. Viele User erklärten, dass es für jemanden wie Putin zum Jubiläum schon etwas Besonderes als Geschenk brauche.

Die Explosion auf der Brücke zwischen Russland und der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim dürfte nach Ansicht britischer Experten die Kapazität der Straßenverbindung erheblich verringert haben. Zwei der vier Fahrspuren seien auf einer Länge von 250 Metern eingestürzt. Die anderen beiden Spuren würden aber wahrscheinlich wieder genutzt, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des britischen Verteidigungsministeriums am Sonntag.

Wie schwer die daneben verlaufende Schienenverbindung beschädigt ist, sei unklar, “aber jegliche schwerere Störung ihrer Kapazität wird höchstwahrscheinlich einen erheblichen Einfluss auf die bereits angespannten Fähigkeiten Russlands haben, seine Kräfte in der Südukraine zu versorgen”, so die Mitteilung.

Von: mk

Kommentare

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8 Kommentare auf "Happy Birthday, Mr. President: Ukraine feiert Explosion auf Krimbrücke"


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Calimero
Calimero
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

Apropos John F. Kennedy.
Einer der wenigen Präsidenten der USA der sich um Frieden auf der Welt bemüht hat, deshalb mußte er wohl sterben, u. a. versuchte er den Vietnamkrieg zu vermeiden und suchte die friedliche Annäherung zu Kuba.
Solche Persönlichkeiten fehlen leider in der heutigen schwierigen Zeit.

Superredner
1 Monat 28 Tage

Natürlich fehlt ein Mensch mit Charakter wie Kennedy. Gerade seine Hartnäckigkeit und Beharren hat die Welt zu seiner Zeit vor einem 3. Weltkrieg – initiiert von Russland – bewahrt. Richtig: aus der Stalin-Ära hat Russland seinen Imperialismus gestartet. Mit einer kurzen Unterbrechung – Stichwort Gorbatschow – , in welcher Frieden und Sicherheit und der Abriss realer und ideologischer Mauern existierten. Mit Putin geht’s in großen Schritten zurück in die Zeit der Bedrohung des Weltfriedens durch Russland – mit Zündeln, Einmarschieren, Folter, Mord und Krieg und unterstützt von Trollen, wie selber einer sind!

Tigre.di.montana
Tigre.di.montana
Superredner
1 Monat 28 Tage

@Calimero: Was hätte Kennedy wohl mit dem Kriegsverbrecher Putin gemacht? Und diesmal sind die USA weit weit überlegen. Das Sterben für die russischen Soldaten fängt erst an, und trotzdem hat Russland bislang 10x so viel Soldaten verloren wie im ganzen Afghanistankrieg. Und Russland hat jetzt schon weitaus höhere Verluste als die USA während des gesamten Vietnamkriegs.

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

@Calimero
Er suchte die friedliche Annährung an Cuba? Deswegen hat er wohl Cuba überfallen, Schweinebucht Invasion, ging gottseitdank schief. Er suchte den Krieg mit der UDSSR.

Suedtirolfan
Suedtirolfan
Superredner
1 Monat 28 Tage

@der echte Aaron
“Er suchte den Krieg der UdSSR ” – diese Aussage ist falsch .
Er hatt gedroht und das hatt funktioniert.
Die Agression vorher ging eindeutig von Russland aus !

Superredner
1 Monat 27 Tage

@Suedtirolfan Der ist nicht ganz „echt“ und streut bewusst falsche Behauptungen. So sind’s halt, unsere russische Kriegsverbrechen gut heißendenen Putin-Trollies.

traktor
traktor
Kinig
1 Monat 27 Tage

schade das die brücke nicht einstützte….

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 27 Tage

Schode dass die Brugge nit gonz zommgekrocht isch!!!

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