Politiker unterstreichen sozialpolitische Bedeutung der Mutter

Heute ist Muttertag

Sonntag, 08. Mai 2022 | 08:33 Uhr

Bozen – Der Muttertag ist ein Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Er hat sich seit 1914, beginnend in den Vereinigten Staaten, in der westlichen Welt etabliert.

Aus diesem Anlass haben mehrere Politiker Südtirols den Müttern in der heutigen Zeit gedacht und darauf hingewiesen, dass Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sich vermehrt für die Mutterrolle einbringen sollten.

Landesrätin Deeg zum Muttertag: „Mütter halten Gesellschaft am Laufen“ 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist (auch) in Südtirol überwiegend ein Mutterthema – dies hat unter anderem auch die neue Südtiroler Familienstudie 2021 gezeigt.

Familienlandesrätin Waltraud Deeg dankt daher, nicht nur anlässlich des Muttertages am Sonntag, allen Müttern für ihre Engagement und spricht sich für mehr Anerkennung, gesellschaftliche Wertschätzung und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Mütter aus: „Mütter übernehmen so viele Rollen, innerhalb und außerhalb der Familie. Sie sollten dafür jeden Tag, nicht nur am Muttertag, die ihnen zustehende Wertschätzung erfahren.“ Diese könne sich in vielerlei Hinsicht äußern: Vom selbstgebastelten Geschenk über einen Verwöhntag oder ausgiebige Familienzeit.

Allerdings seien auch Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert, sich stärker für Mütter einzubringen: „Mütter waren und sind überwiegend diejenigen, die in den Südtiroler Familien die Vereinbarkeit organisieren. Dies unterstützen wir von öffentlicher Seite mit unterschiedlichen finanziellen und strukturellen Maßnahmen – doch es braucht mehr. So wollen wir weiter am Ausbau der Kleinkindbetreuung arbeiten, aber auch im Bereich der Ferien- und Nachmittagsbetreuung zusätzliche Angebote schaffen“, hebt die Familienlandesrätin hervor. Eine gelungene Vereinbarkeit schaue für Familien unterschiedlich aus, doch gelte es die Rahmenbedingungen dafür im Netzwerk zwischen Land, Gemeinden, Wirtschaft und Projektanbietern bestmöglich zu gestalten. „Ich wünsche allen Müttern, egal welcher Generation sie angehören, einen schönen, feinen und freudigen Muttertag und danke ihnen von Herzen dafür, dass sie es sind, die die Familien und unsere Gesellschaft am Laufen halten!“

STF: “Muttertag: Mütter verdienen Anerkennung”

„Mütter leisten tagtäglich Großes und verdienen daher Anerkennung! Mütter sollen und wollen bewusst auch als Mütter wahrgenommen und wertgeschätzt werden, nicht nur als Arbeiterinnen außer Haus!“, betont die Frauensprecherin und Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz-Tammerle.

Atz-Tammerle setzt sich deshalb seit jeher für die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegejahre für die Rente ein. Der Grundstein dafür wurde bereits mit einem Begehrensantrag im Landtag gelegt. Der Ball liegt nun bei der italienischen Regierung, dies schnellstmöglich zu realisieren. Die Landesregierung sowie die Süd-Tiroler Parlamentarier in Rom seien gefordert, am Thema dranzubleiben und dafür zu sorgen, dass der Staat dieses so wichtige Anliegen der Mütter nicht ignoriert und wieder schubladisiert.

„Mütter, die bei ihren Kindern bleiben, entscheiden sich bewusst dafür. Doch obwohl sie dieselbe Arbeit wie beispielsweise Erzieherinnen in Kitas verrichten, wird diese bei Müttern nicht als Arbeit angesehen und für die Rente anerkannt. Gleichzeitig wird die Fremdbetreuung immer mehr gefördert. Der Traum vieler Mütter, bei ihren Kindern zu bleiben, bleibt daher meist nur ein Traum. Eine echte Wahlfreiheit sieht anders aus!“, schreibt die Frauengruppe der Süd-Tiroler Freiheit.

„Diese Ungleichbehandlung muss ein Ende haben! Denn auch hier gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“, fordert die Frauengruppe.

SVP: Mütter und ihre sozialpolitische Bedeutung

„Ich wünsche uns Müttern heute alles Gute zum Muttertag! Und ich nutze die Gelegenheit dazu, um auf die große sozialpolitische Bedeutung hinzuweisen, die Mütter heutzutage erfüllen und die auch materiell honoriert werden muss“, betont Landtagsabgeordnete und Arbeitnehmer-Chefin Magdalena Amhof anlässlich des Muttertages an diesem Sonntag.

„Ganz pragmatisch ist es heute noch so, dass Mütter den Großteil an ‚Familienarbeit‘ übernehmen. Selbstverständlich können und müssen wir am Ball bleiben, wenn es darum geht, die familiären Herausforderungen besser zwischen den Geschlechtern zu verteilen. Wichtig ist jedoch diese große Leistung immer wieder hervorzuheben!“, betont Amhof.

Die Themenpalette sei hierbei groß, sagt Amhof und führt aus: „Die gleiche Entlohnung zwischen den Geschlechtern muss noch vehementer eingefordert werden. Im Klartext: Mutterwerden und Muttersein darf nicht zu einem Wettbewerbsnachteil am Arbeitsmarkt führen, ansonsten werden wohlklingende Sonntagsreden zur Gleichstellung nicht nur zur Makulatur, sondern zur Scheinheiligkeit. Mir geht es unter anderem auch darum, dass der Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtert und Anstellungsmodelle noch flexibler und familienfreundlicher gemacht werden müssen. Mütter, die für funktionierende Familien – ob klassische oder moderne – sorgen, sorgen in Primus für eine funktionierende Gesellschaft. Das gilt für die Wirtschaft, ebenso wie für das Soziale. Diese große Leistung wird tagtäglich erbracht und leider zu oft als selbstverständlich hingenommen. Wenn also zum Muttertag gratuliert wird, ist es mir ein Anliegen besonders auch diese Komponente zu unterstreichen. Ein Hoch auf die Mütter, auf ihre vielen Rollen und ein Dankeschön für ihre täglichen Leistungen zum Wohle der Familien und der Gesellschaft!“

Freiheitliche: „Kein Blumenstrauß kann unseren Müttern die Rentenjahre ersetzen“

Die freiheitlichen Frauen betonen anlässlich des bevorstehenden Muttertags die unersetzliche Rolle und Bedeutung von Müttern für unsere Kinder, unsere Familien und unsere Gesellschaft, nutzen den Tag aber auch um auf die fehlende finanzielle Sicherheit von Müttern aufmerksam zu machen und fordern mehr Wertschätzung für ihre vielfältige und wertvolle Arbeit.

„Haushalt, Kindererziehung, Familienangelegenheiten: Mutter sein ist ein echter „Vollzeitjob“, wobei der Arbeitsaufwand jenen einer klassischen 40-Stunden-Woche um ein Vielfaches übersteigt. Wenn man davon ausgeht, dass der „Arbeitstag“ einer Mutter meist um 6 Uhr morgens beginnt und oft erst nach acht Uhr abends endet, so kommen locker über 100 Wochenstunden zusammen, die aber ohne finanzielle Anerkennung bleiben. Aufgrund der nach wie vor nicht bestehenden Absicherung der Erziehungszeiten für die Rente sind besonders Frauen im Alter von Armut gefährdet“, so die freiheitlichen Vizeobfrauen Ulli Mair und Sabine Zoderer eingangs.

„Leider erfahren Frauen, die ihre Kinder Zuhause erziehen und daher oft nicht erwerbstätig sind, nicht die Wertschätzung, die ihrer gesellschaftlichen Bedeutung angemessen wäre. Sie werden in ihrem sozialen Umfeld oft mit Geringschätzung konfrontiert oder belächelt. Gegen diesen Umstand muss die Politik mit entsprechender Sensibilisierungsarbeit entgegnen und für ein Klima sorgen, indem es weder „Heimchen am Herd“ noch „karrieregeile Rabenmütter“ gibt, sondern indem alle Formen der Familienplanung und Erziehung gleichwertig respektiert und wertgeschätzt werden“, so die freiheitliche Josefa Brugger.

„Voraussetzung dafür ist eine angemessene finanzielle Anerkennung der vielfältigen Arbeit von Müttern für die eigenen Kinder und für die Gesellschaft. Dafür muss allen Müttern eine echte und damit finanziell gedeckte Wahlfreiheit zwischen Kindererziehung und Erwerbstätigkeit ermöglicht werden, indem die Erziehungsjahre für die Rente berücksichtigt werden. Zur Wahlfreiheit gehört auch, dass es in Sachen Elternzeit und Kinderbetreuung eine Annäherung zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst gibt. Zudem darf es Förderungen vom Land nicht nur für Familien geben, die ihre Kleinkinder in Kitas unterbringen, sondern auch für jene, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Außerdem fordern wir eine einkommensunabhängige Auszahlung des Landeskindergeldes“, so die freiheitlichen Frauen Mair, Zoderer und Brugger.

„Selbstverständlich zeichnet sich eine zukunftsgerichtete Familienpolitik nicht allein über die Höhe ihrer finanziellen Leistungen aus. Doch eine angemessene finanzielle Unterstützung von Müttern und Familien ist Grundvoraussetzung dafür, dass nicht ein einziger Kinderwunsch in Südtirol von Geld- und Existenzsorgen beeinträchtig wird oder gar an ihnen scheitert“, so die Freiheitlichen Frauen abschließend.

Von: lup

Bezirk: Bozen

Kommentare

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35 Kommentare auf "Heute ist Muttertag"


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PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
20 Tage 15 h

Dieser Tag gehörte abgeschafft. Jeder Tag muss ein Muttertag sein.

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 14 h

Worin besteht der Unterschied zwischen Mutter und Vater wenn beide Elternteile sich nahezu gleich um das Kind gekümmert haben?
In meinem Fall, vom ersten Tag an bis heute sogar zeitlich noch mehr.
Das Kinder vielleicht emotional mehr an die Mutter gebunden sind, davon mal abgesehen!
Eigentlich, hatte ich sogar noch Nachteile da ich als Vater der Mutter in manchen Bereichen nicht gleich gefördert werde.

Sportfan
Sportfan
Neuling
20 Tage 10 h

man kann aber wie so bei vielen,1mal im Jahr besonders daran denken

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 4 h

@Sportfan Natürlich!!!

Evi
Evi
Universalgelehrter
19 Tage 16 h

@N. G. für euch gibt’s den Vatertag.

N. G.
N. G.
Kinig
19 Tage 15 h

@Evi Den ich nicht feiere! Und Gleichberechtigung ist es trotzdem nicht!

diskret
diskret
Tratscher
20 Tage 14 h

Das waren früher noch Mütter mit ein alten Holz Herd und ein haufen Kinder wo etwas gutes auf den Tisch kamm
Heute haben sie ein sau teuren Herd und werden pizza bestellt . Das sind nur mehr Handy schauer heute und die Männer sind arme mit läufer .

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 8 h

diskret das ist noch untertrieben.

traurig
traurig
Superredner
20 Tage 1 h

@Diskret wos wor früher eppes guets?? Und wonn früher?? Also ba mein Früher hots net viel zum essn gebm. Mir worn viele Kinder. Und eppes guets hots zu Weihnochtn gebm. Es gonze Johr hobm mir die Noat kop. Im Übrigen kennen die Herrn der Schöpfung a selbr amol eppes tien und in die Frauen beistien. Zumindest deine Generation. Die Jungen heint sein do a bissl fleissiger. Und die jungen Mamis mochn des a super❤️. Ausnaohmen gibts olm…..

ivo815
ivo815
Kinig
18 Tage 4 h

Was hindert dich, dein Gesäß aus dem Sofa zu erheben und es an den sauteuren Herd zu schwingen, um etwas Gutes auf den Tisch zu bringen??

thomas
thomas
Universalgelehrter
20 Tage 14 h

und was ist mit al den Frauen, die keine Kinder haben? Und mit all den Frauen, die einsam und verlassen sind?.

Arendt
Arendt
Neuling
20 Tage 12 h

…jede Frau ist wertvoll,unabhängig davon ob sie Mutter,Nicht- Mutter,kinderlos,kinderfrei,Single usw.ist !!!!!

Tina1
Tina1
Superredner
20 Tage 12 h

thomas… 8.März… Tag der Frau?!

Sportfan
Sportfan
Neuling
20 Tage 10 h

man kann Fisch und Fleisch auch nicht vergleichen,Mutter ist eben Mutter!

diskret
diskret
Tratscher
20 Tage 9 h

Seits froh frauen und männer das keine summser um euch habs .Das ist heute noch goldes wert

PuggaNagga
20 Tage 9 h

Wer keine Kinder hat ist keine Mutter!
Reine Biologie und sonst nichts.
Fertig.

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 8 h

thomas für Die braucht es auch noch einen Tag um Geschäft damit machen zu können.

Sportfan
Sportfan
Neuling
20 Tage 6 h

@Arendt stimmt,aber heute ist eben Muttertag

Sportfan
Sportfan
Neuling
20 Tage 6 h

sind eben keine Mütter,es gibt auch den Frauentag

Doolin
Doolin
Kinig
20 Tage 15 h

…lasst die Mamis hochleben…
⚘🌷🌼

Ninni
Ninni
Kinig
20 Tage 7 h

@ Doolin

❤💕👍

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 4 h

Schlechtes Gewissen, da Mamma viel alleune tun musste?

Chicco
Chicco
Tratscher
20 Tage 10 h

Jedes Jahr geben unsere Politiker den gleichen Senf dazu , aber geändert haben sie bis jetzt nichts , also bis zum nächsten Jahr ,da könnt ihr wieder eure Verbesserungs Vorschläge einbringen , und wieder nichts dafür tun !

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 4 h

Sonntagsreden, Mintags handeln! Ne, nicht mal da haben sie gehandelt!
Zum kotzen , diese Scheinheiligkeit!
Gehandelt wird, wie, Mutter an den Herd und dafür gibt es nen Freudentag dafür!

Savonarola
20 Tage 10 h

oooh die üblichen Sonntagsreden. Vor allen von Politikerinnen, die es den Frauen ausreden wollen, Mutter zu werden.

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 4 h

Am Sonntag reden sie so , am Montag werden Väter den Müttern nicht gleich gestellt. So siehts aus!
Aber, es wird von Vätern mehr Erziehungszeit gefordert… Toll, wo denn!? Würde man ja gerne machen, aber dann auch zu den selben Konditionen der Mütter!
Alles gute zu Muttertag! Ironie OFF

PS:ich habs mit Einbußen trotzdem getan! Erstens, dem Kindes Willen und zweitens, weils nicht anders ging!
Scheinheilige Politk!

wellen
wellen
Universalgelehrter
20 Tage 9 h

Kleinkindbetreuung? Ein Trauerspiel. Kindergärten die sich weigern, Nachmittagsbetreuung anzubieten, Kitas in den Städten bürokratisch überreguliert und ohne genügend Plätze, in den Dörfern kaum existent, und die Omas arbeiten alle selber bis 67, dank Renten”reform” mit ungedeckten Erziehungszeiten. Also Politiker, spart euch eure salbungsvollen Worte 1x im Jahr.

erika.o
erika.o
Superredner
20 Tage 12 h

ich verzichte gerne auf die Unterstreichung dieses Tages seitens der Politik…
sollten sich erst mal mehr für den alltäglichen Bedarf der Mütter einsetzen und dann groß Unterstreichen .
… was bei denen zählt ist sowieso nur Wirtschaft Wirtschaft und nochmals Wirtschaft!

PuggaNagga
20 Tage 9 h

Sozialpolitisch??? Mutter???
Echt?
Eine Mutter ist in den meisten Fällen die wichtigste Person eines Kindes! Mit Politik hat das wenig bis gar nichts zu tun.

Trina1
Trina1
Kinig
20 Tage 7 h

Frau Deeg mit ihrem Management kann sich jede Aussage sparen! Alles Gute allen Frauen!

Bissgure
Bissgure
Tratscher
20 Tage 11 h

i find , dass man sich is gonze johr um a mama liebevoll kümmon sollte , nett lei wie viele , am muttotog a mords feier voonstoltn . und ibos johr sich seltn blickn lossn .

diskret
diskret
Tratscher
20 Tage 7 h

Tag der frechen Mütter

Arendt
Arendt
Neuling
20 Tage 11 h

Alle Frauen sind wertvoll,unabhängig ob sie Mutter,Nicht- Mutter,kinderlos,kinderfrei usw.sind!!!

Stella999
Stella999
Grünschnabel
20 Tage 2 h

🖤🖤🖤🖤

Hustinettenbaer
20 Tage 13 h

Headbanging. Luftgitarre ! Alles für Dich, I´m just a poor boy….Mammaaaa

https://www.youtube.com/watch?v=fJ9rUzIMcZQ

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