STF zu "Polemik um Alpenregionstreffen"

“Historische Waffen zulassen, statt Trikolore hissen!”

Dienstag, 17. Mai 2022 | 12:48 Uhr

Bozen – “Historische Waffen zulassen, statt Trikolore hissen!” Damit kommentiert die Bewegung Südtiroler Freiheit die Polemik rund um das Alpenregionstreffen der Schützen.

“Das Alpenregionstreffen der Schützen war ein gelungenes Beispiel gelebter Heimatverbundenheit und wäre auch ein europäisches Zeichen für grenzüberschreitende Brauchtumspflege gewesen, wenn Italien nicht wieder dazwischengefunkt hätte und den Schützen aus dem Bundesland Tirol und Bayern verboten hätte, mit ihren historischen Waffen nach Südtirol einzureisen. Völlig abgeschmackt ist auch die Kritik der italienischen Neofaschisten, die sich darüber echauffieren, dass keine italienischen Trikolore-Fahnen im Passeiertal gehisst wurden. Anstatt die Menschen einfach friedlich feiern zu lassen und sich an der Tiroler Brauchtumspflege zu erfreuen, stänkert man herum und sucht krampfhaft eine Polemik”, so Sven Knoll von der Bewegung.

“Die historischen Gewehre und Säbel gehören zur Tracht der Schützen dazu und dienen nicht der Waffenverherrlichung, sondern der Ehrdarbietung zu besonderen Anlässen. Auf der ganzen Welt kennt und schätzt man derartige Traditionsverbände, sogar in Rom bewundert man die Schweizer Garde mit ihren Rüstungen und Hellebarden, nur in Südtirol macht man ein Problem daraus.” Die Süd-Tiroler Freiheit hat daher eine Anfrage im Landtag eingereicht, um in Erfahrung zu bringen welche Initiativen die Landesregierung bereits ergriffen hat bzw. noch ergreifen wird, damit die Schützen ihre historischen Waffen wieder verwenden dürfen.

“Es ist Zeit, dass Italien endlich im 21. Jahrhundert ankommt und die Südtroler ihre Tiroler Identität so leben läßt, wie sie das selbst wollen, ohne Verbote und ohne aufgezwungene Trikolore”, so Knoll.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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