Hofer und Schramböck nach dem Ministerrat

Hofer beschwört Schulterschluss für Internet-Ausbau

Mittwoch, 25. April 2018 | 13:59 Uhr

Die Bundesregierung hat am Mittwoch im Ministerrat ihre 5G-Strategie für Österreich verabschiedet. Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) beschwor danach einen “nationalen Schulterschluss” für den Ausbau der fünften Generation des mobilen Internets. Es gehe um Investitionen von bis zu 10 Mrd. Euro. Die Ausbauziele seien ambitionierter als jene, die die EU vorgebe, betonte Hofer.

“Wir wollen 5G-Vorreiter in der Europäischen Union sein”, erklärte Hofer: “Digitalisierung wird ohne 5G nicht möglich sein.” Darin, dass ambitionierte Ziele verfolgt werden als von der EU vorgeben, sah ein Sprecher Hofers auf APA-Anfrage keinen Widerspruch zum Kampf gegen das “Golden Plating” von Unionsvorgaben, dem sich die türkis/schwarz-blaue schwerpunktmäßig widmen will.

Die neue Technologie werde wesentliche technische Verbesserungen, eine höhere Gerätedichte, eine geringere Latenzzeit und eine höhere Energieeffizienz bringen. Für investierende Unternehmen wolle man Rechtssicherheit herstellen, betonte Hofer.

Die drei Betreiber der österreichischen Mobilfunknetze verlangen im Zusammenhang mit der 5G-Strategie konkrete Gesetzesänderungen. Im Fokus von A1, T-Mobile und Drei steht aber vor allem, wie viel die anstehenden Frequenzauktionen kosten werden. Die Regierung hat dafür nämlich heuer 50 Mio. Euro im Budget eingeplant und 2019 weitere 350 Mio. Euro.

Von: apa