Der FPÖ-Minister könnte für personelle Veränderungen sorgen

Hofer deutet Ablöse Ederers als ÖBB-Aufsichtsratschefin an

Dienstag, 19. Dezember 2017 | 11:45 Uhr

Der neue Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) hat im “Ö1-Morgenjournal” die Ablöse von Brigitte Ederer als ÖBB-Aufsichtsratschefin angedeutet. “Man muss schon verstehen, und da bitte ich um Verständnis, dass ich natürlich schaue, speziell bei einem Aufsichtsgremium, dass ich dort Menschen habe, denen ich wirklich vertraue”, sagte Hofer auf die Frage, ob Ederer an der Spitze bleiben werde.

Hofer verwies darauf, dass Ederer “sehr stark auch in der SPÖ engagiert war” und er kenne sie persönlich nicht. Arnold Schiefer hingegen – der Name des Heta-Vorstands kursiert als möglicher Ederer-Nachfolger – “ist jemand, der mein Vertrauen genießt, aber wir haben noch nicht entschieden, ob und in welchem Bereich Herr Schiefer aktiv werden wird”, sagte Hofer.

Bei den ÖBB will Hofer die Effizienz verbessern und weiter investieren, denn davon hänge der Standort Österreich ab. Beim Personal werde man versuchen, “bei Abgängen etwas weniger nachzubesetzen”.

Hofer hofft weiters auf eine rasche Lösung für die insolvente Airline Niki. Gleich nach seiner Amtsübernahme werde er sich in seinem neuen Büro mit den Verantwortlichen zusammensetzen, kündigte er am Dienstag an. Man werde besprechen, welche Maßnahmen gesetzt werden können. Die Slots für Start und Landungen hängen schließlich davon ab, welche Entscheidung getroffen wird. Die Dauer des Verfahrens sei ausschlaggebend für die Zukunft des Unternehmens, daher wolle er jetzt gleich die Verantwortlichen treffen, so Hofer.

Das Problem bei Niki sei nicht so sehr die finanzielle Seite, meinte der neue Ressortchef. Das Problem seien eher die Flugzeuge, die bei der Lufthansa sind, und zweitens müsste man schauen, dass die Slots offen bleiben. Diese Rechte seien der eigentliche Wert des Unternehmens. Eine Frist nannte Hofer nicht. Er werde versuchen so schnell wie möglich zu handeln.

Von: apa