Von Schleppern misshandelt

Hundert Flüchtlinge im Niger aus der Wüste gerettet

Mittwoch, 14. Juni 2017 | 15:55 Uhr

Eine Militärpatrouille hat rund hundert Flüchtlinge im westafrikanischen Niger aus der Wüste gerettet. Sicherheitskräfte teilten am Dienstag mit, dass die Menschen in der Sahara von ihren Schleppern erst misshandelt und anschließend ohne Wasser und Nahrung zurückgelassen wurden. Vermutlich wollten sie über Libyen und das Mittelmeer nach Europa fliehen.

Nach Medienberichten wurden die Flüchtlinge vor einigen Tagen in der Nähe des Wüstenorts Achegour aufgefunden. Achegour ist eine Durchgangsstation für Menschen, die nach Libyen fliehen, um dort Arbeit zu suchen oder um von dort über das Mittelmeer weiter nach Europa zu gelangen.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) dokumentierte im vergangenen Jahr 335.000 Menschen, die den Niger Richtung Norden verließen. Erst vor zwei Wochen waren in dem Land 44 Flüchtlinge tot aufgefunden worden, unter ihnen auch Kleinkinder. Sie waren nach Behördenangaben verdurstet, nachdem ihr Fahrzeug eine Panne hatte.

Von: APA/ag.