Globale Konflikte nehmen zu

Immer weniger Frieden weltweit

Mittwoch, 06. Juni 2018 | 11:38 Uhr

Weltweit gibt es immer weniger Frieden. Zu diesem Schluss kommt der am Mittwoch veröffentlichte Global Peace Index (GPI) des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) in London. Österreich landet bei diesem Ranking auf Platz drei der friedvollsten Staaten weltweit, und verbessert sich damit um einen Rang im Vergleich zum Vorjahr. Besser platziert sind nur noch Island und Neuseeland.

Am anderen Ende der Skala befinden sich die Krisenherde Syrien, Afghanistan, Südsudan, der Irak und Somalia. Insgesamt machten 92 Länder Rückschritte, 71 verbesserten sich. Rückschritte so vieler Länder gleichzeitig haben die Studienautoren zuletzt 2010 gemessen.

Der Index bemisst die Friedlichkeit von 163 Ländern anhand von Indikatoren aus drei Schlüsselbereichen: “Andauernde Konflikte”, “Sicherheit und Schutz” und “Militarisierung”. In allen drei Bereichen kam es im vergangenen Jahr weltweit zu Verschlechterungen, für die das Institut mehrere Faktoren verantwortlich macht: Eskalationen bei zwischenstaatlichen und internen bewaffneten Konflikten, wachsender politischer Terror und ein vermindertes Engagement für UNO-Friedensmissionen.

Europa konnte seine Position als friedlichster Kontinent halten, aber auch hier kam es zu Verschlechterungen bei zwei Drittel der Staaten. Spanien etwa fiel wegen der innenpolitischen Spannungen und der Auswirkungen des Terroranschlags von Barcelona um ganze 20 Plätze zurück, und belegt nun nur mehr Rang 30. Der allgemeine Trend geht laut dem Institut in Richtung “Konvergenz im Friedensniveau”. Die friedlichsten Länder, vor allem in Westeuropa, entwickeln sich rückläufig, die osteuropäischen Staaten verbessern sich.

Die Regionen mit dem wenigsten Frieden weltweit bleiben der Nahe Osten und Nordafrika. Die Punktzahl der USA ging weiter zurück, was die Studienautoren auf die “politische Instabilität” zurückführen. Das Land zählt damit zu den 50 am wenigsten friedlichen Länder weltweit.

Positive Entwicklungen gab es in Subsahara-Afrika. Vier der fünf größten Verbesserungen im Ranking fanden dort statt, nämlich in Gambia, Liberia, Burundi und Senegal.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

13 Kommentare auf "Immer weniger Frieden weltweit"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
17 Tage 10 h

Umweltverschmutzung, Klimawandel und Resourcenknappheit werden in den nächsten Jahrzehnten die Lage nicht besser machen…

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
17 Tage 8 h

ja genau, der homo sapiens wird immer mehr sapiens… so sapiens, dass er sich selbst ausrottet!

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
17 Tage 10 h

der 3.Weltkrieg ist nicht mehr abzuwenden.Menschen denen es jetzt schon richtig dreckig geht haben nichts mehr zu verlieren.

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
17 Tage 9 h

warum gibt es kriege? habsucht, macht und weil hab und gut ungerecht auf der welt verteilt sind

Antivirus
Antivirus
Superredner
17 Tage 11 h

und wenn die Wirtschaftsmafia ihre Härte und Unwesen in Europa so weiter Treibt, wir auch Europa von Derartigen nicht mehr lange Verschont bleiben… mit Sicherheit so kann das nicht gut gehen

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
17 Tage 9 h

wenn ein US-Präsident den Friedensnobelpreis bekommt, dann muss man sich nicht wundern das immer mehr Konflikte und Kriege sind. 

Paul
Paul
Universalgelehrter
17 Tage 8 h

Politiker haben weder aus der Vergangenheit was gelernt noch interressieren sie sich für die Sorgen der Bürger .Die leiden .” ALLE ” am selben Suchtproblem….sie kriegen nie genug

kleinerMann
kleinerMann
Tratscher
17 Tage 8 h

Der Waffenhandel muss blühen . . .würde mich interessieren welche Staaten am meisten daran verdienen ? Solange sich mit Waffenhandel ein Milliardengeschäft machen lässt, wird es auch Kriege geben

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
17 Tage 6 h

ein Krieg mit Waffen und Panzern?Nein.D e r Krieg, der Menschen gegeneinander Wird auch ohne dies zur Vernichtung führen.

Alpenrepuplik
Alpenrepuplik
Universalgelehrter
17 Tage 6 h

Hunger, Krankheit, Umweltzerstörung, Überbevölkerung usw….religiöse Konflikte…der Mensch wird sich irgendwann selbst zerstören, ein Glück für den Planeten Erde….denn obwohl es immer wieder Kriege gab, mit Milliarden toten, der Mensch lernt nie dazu?!!!!

peterle
peterle
Superredner
17 Tage 7 h

USA und Consorten müssen weiterhin Waffen und abderes Kriegsgerät liefern. Den Rest erledigen die nationalen Politiker dann selbst indem sie das Volk anstacheln. Egal der humane Anteil auf unserer Kugel ist am explodieren.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
17 Tage 6 h

Severn Cullis-Suzuki, UN Conference in Rio de Janeiro 1992: eine 12jährige erzählt den “Erwachsenen” (besser gesagt Älteren, er-wachsen sind sie kein bisschen) die Zukunft die Sie und ihre Gleichaltrige möchten! 1992-2018, 26 Jahre und nichts hat sich gebessert, nichts, nur alles noch viel schlimmer!

Lumberjack
Lumberjack
Grünschnabel
17 Tage 4 h

Nobel geht die Welt zu Grunde…

wpDiscuz