Zarif will Schaffung eines "Regionalen Dialogforums"

Iran ruft zu Dialog über regionale Sicherheit auf

Mittwoch, 25. April 2018 | 07:00 Uhr

Der Iran will nach Worten von Außenminister Mohammed Jawad Zarif mit Staaten in der Golfregion in einen Dialog über die regionale Sicherheit treten. Es sei Zeit, wegzukommen von “hegemonischen Illusionen”, die zu verheerenden Kriegen geführt hätten, sagte Zarif am Dienstag bei den Vereinten Nationen in New York. Er sprach sich für die Schaffung eines “Regionalen Dialogforums” aus.

Es gehe nun um einen “Paradigmenwechsel”, der darauf beruhe, “unsere Kräfte zusammenzuführen, anstatt dass jeder von uns versucht, der Stärkste in unserer Region zu sein”, sagte Zarif. Dazu schlug er die Schaffung neuer Sicherheitsnetzwerke anstelle von “Sicherheitsblocks” vor.

Der Vorstoß erfolgte zeitgleich mit einem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron in Washington, bei dem es auch um den iranischen Einfluss im Nahen Osten ging. Trump droht mit der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran, sollte die Besorgnis über das iranische Raketenprogramm und die Rolle des Landes in regionalen Konflikten nicht stärker thematisiert werden. Zarif kam am Rande des UNO-Treffens am Dienstag auch mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas (SPD) zu Gesprächen über das Atomabkommen zusammen.

Unterdessen gab das israelische Verteidigungsministerium bekannt, dass Verteidigungsminister Avigdor Lieberman am Mittwoch zu Gesprächen über den Iran in die USA reise. Lieberman werde dazu mit seinem US-Kollegen James Mattis, dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton und Senatsmitgliedern zusammenkommen. Bei den Gesprächen solle es um die iranische “Expansion” im Nahen Osten gehen, insbesondere in Syrien, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit.

Von: APA/ag.

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