Alle haben laut Zarif ihre Ziele erreicht

Iran zieht Bilanz zum zweiten Jahrestag des Atomabkommens

Freitag, 14. Juli 2017 | 10:15 Uhr

Zum zweiten Jahrestag des Wiener Atomabkommens hat der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif eine positive Bilanz gezogen. “Das Abkommen war das Beste, was alle Verhandlungsseiten erzielen konnten”, sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur IRNA in New York, wo er an einem UNO-Treffen teilnehmen wird.

Sowohl der Iran als auch die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland (5+1) haben laut Zarif mit dem Abkommen ihre Ziele erreicht. Nun hoffe er, dass alle Seiten sich weiterhin an die Abmachungen halten werden. Kritik gab es erneut an US-Präsident Donald Trump, der die Einigung mehrmals als schlecht bezeichnet hatte. Zarif äußerte jedoch die Hoffnung, dass Trump seine ablehnende Haltung zum Abkommen revidieren werde. “Das Atomabkommen muss überleben”, sagte er.

Nach Angaben des Vizeaußenministers Abbas Araqchi wäre Zarif bereit, während seiner US-Reise zu einem UNO-Treffen in New York mit den Amerikanern über das Atomabkommen zu sprechen. Nächsten Freitag werden Araqchi und sein Atomteam in Wien an einem Routinetreffen der 5+1-Gruppe auf Vizeaußenministerebene teilnehmen.

Mit dem Wiener Abkommen von 2015 sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden. Der Iran unterwirft demnach unter anderem seine Urananreicherung bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrollen durch die Internationale Atomenergie-Agentur. Im Gegenzug sollte der Westen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben. Die USA halten jedoch mehrere Sanktionen aufrecht.

Von: APA/dpa

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