Putin nannte keine Details zu den IS-Forderungen

Islamischer Staat hält in Syrien fast 700 Geiseln

Donnerstag, 18. Oktober 2018 | 17:07 Uhr

Die Extremistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) hält nach Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin fast 700 Geiseln in Syrien gefangen. Darunter seien auch mehrere Bürger aus den USA und Europa, sagte Putin am Donnerstag vor Russland-Experten in Sotschi. Der IS habe ein Ultimatum gestellt und angedroht, jeden Tag zehn dieser Menschen zu töten.

Details über Forderungen der Extremisten nannte Putin nicht. Die Geiseln befänden sich in den vom US-Militär und seinen Verbündeten kontrollierten Gebiet in Syrien.

Des weiteren sagte Putin, er bei einem Angriff auf sein Land die Gegner mit Atombomben vernichten werde. “Der Aggressor soll wissen: Eine Vergeltung wird unvermeidlich sein. Er wird ausradiert. Gleichzeitig betonte er, dass Russland keinen atomaren Erstschlag plane.

“Unser Konzept ist als Antwort auf einen Angriff gedacht”, sagte Putin. Die Atomwaffen würden nur zum Einsatz kommen, wenn eindeutig klar sei, dass jemand einen derartigen Angriff auf das Land durchführe. Dies würde zwar eine weltweite Katastrophe bedeuten. “Wir werden aber als Märtyrer in den Himmel kommen, und sie (die Angreifer) werden einfach verrecken”, ergänzte der Staatschef beim sogenannten Waldai-Klub. Bei diesem Diskussionsforum bringt der Kreml jährlich Hunderte russische und ausländische Journalisten, Politikern und Wissenschaftern zusammen.

Putin hatte bei seiner Jahresrede im Frühjahr neuentwickelte russische Atomwaffen vorgestellt, die angeblich jede Abwehr überwinden können. Dies hatte die internationale Gemeinschaft irritiert und Besorgnis ausgelöst.

Von: APA/ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "Islamischer Staat hält in Syrien fast 700 Geiseln"


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m69
m69
Kinig
30 Tage 7 h

lasst es den Putin machen, der macht mit dem IS kurzen Prozess!

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