Eine Autobombe explodierte, dann wurde geschossen

Islamisten töten sieben Menschen in Lokal in Mogadischu

Freitag, 26. August 2016 | 15:52 Uhr

Bei einem Angriff auf ein beliebtes Strandlokal in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind neun Menschen getötet worden. Der Anschlag sei am Donnerstagabend von Kämpfern der islamistischen Shabaab-Miliz verübt worden, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitag. Unter den Toten seien die beiden Angreifer. Die Shabaab-Miliz bekannte sich zu dem Angriff.

Mehrere Bewaffnete hatten vor dem häufig von Regierungsvertretern besuchten Strandlokal zunächst eine Autobombe gezündet und sich anschließend ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften geliefert, bei dem Wachleute mit Handgranaten attackiert wurden.

Unter den Opfern sind nach Angaben der Polizei fünf Zivilisten und zwei Sicherheitskräfte, zwei weitere Zivilisten wurden verletzt. 20 Besucher des Lokals, das auch bei jungen Menschen beliebt ist, konnten fliehen.

Die Shabaab-Miliz bekannte sich über das Chat-Programm Telegram zu der Attacke und erklärte, “eine große Anzahl” Menschen getötet zu haben. Das Restaurant sei angegriffen worden, weil sich dort “Ungläubige” träfen, um der “Unzucht und Sünde” zu frönen.

Bereits Ende Jänner hatten Shabaab-Kämpfer eine Bombe vor einem Strandrestaurant in Mogadischu gezündet und auf Besucher geschossen. 20 Menschen wurden dabei getötet.

Die Shabaab-Miliz ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden und kämpft in Somalia seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die islamistischen Rebellen wurden zwar vor fünf Jahren durch die Regierungstruppen und die 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) aus Mogadischu vertrieben. Sie kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen. Außerdem verübten sie mehrfach Anschläge in Kenia.

Von: APA/ag.

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