Benjamin Netanyahu warnt militante Palästinenser

Israel und Islamischer Jihad tauschen Drohungen aus

Sonntag, 12. November 2017 | 13:06 Uhr

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu militante Palästinenser im Gazastreifen scharf vor neuen Angriffen gewarnt. “Wir werden mit sehr harter Hand gegen jene vorgehen, die versuchen, uns anzugreifen”, sagte Netanyahu am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem.

Man sehe die radikal-islamische Hamas als verantwortlich für jeden Angriff aus dem Gazastreifen, sagte er nach Angaben seines Büros. Am Samstag hatte ein israelischer General, der für die Verbindungen zu den Palästinensern zuständig ist, bereits konkret die Organisation Islamischer Jihad gewarnt. “Wir wissen von dem Komplott, das der palästinensische Islamische Jihad gegen Israel plant”, sagte Yoav Mordechai in einer Videobotschaft auf Arabisch. Die Führung der Palästinenserorganisation in Damaskus werde “die Verantwortung tragen”.

Israels Armee hatte vor zwei Wochen am Rande des Gazastreifens einen Tunnel zerstört, der von palästinensischem auf israelisches Gebiet führte. Dabei wurden mindestens zwölf militante Palästinenser getötet, die meisten davon Jihad-Mitglieder. Der Jihad hatte daraufhin Rache geschworen.

In einer neuen Stellungnahme reagierte der Jihad auf die Warnungen Mordechais. “Die Drohungen des Feindes, auf die Führung der Bewegung abzuzielen, sind eine Kriegserklärung, auf die wir reagieren werden.” Man werde den bewaffneten Widerstand fortsetzen und “auf jede Attacke reagieren”, einschließlich der jüngsten Tunnel-Zerstörung.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "Israel und Islamischer Jihad tauschen Drohungen aus"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
zombie1969
zombie1969
Superredner
7 Tage 17 h

Israel kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die Propaganda der palästinensischen Gotteskrieger. Die Sympathie für Israel steigt seit Jahren wieder in den USA, in Kanada, in Indien, in Russland und in diversen Südost- und Ostasiatischen Staaten. Nur in Europa sinkt die Sympathie für Israel, und zwar in dem Masse, in dem der zugewanderte Antisemitismus steigt. Aber Europa wird langfristig ohnehin muslimisch und daher politisch immer unbedeutender.
Irgendwann wird das palästinensische Volk erkennen, dass das Problem nicht Israel ist, sondern ihre eigenen Führer.

wpDiscuz