Die Wogen gehen am Gazastreifen weiter hoch

Israels Luftwaffe beschoss Ziele im Gazastreifen

Montag, 07. Januar 2019 | 07:33 Uhr

Nach einem Raketenangriff militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe am Montag mehrere Ziele in dem Küstenstreifen beschossen. Kampfjets und ein Hubschrauber hätten Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas in einem Militärcamp im Norden des Palästinensergebiets angegriffen, teilte die Armee mit. Es gab zunächst keine Berichte zu möglichen Opfern.

Israels Militär reagierte damit auf eine Raketenattacke auf sein Gebiet. Nach Sirenengeheul in der Küstenstadt Ashkelon habe Israels Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) das Geschoß abgefangen, hieß es in einer Mitteilung.

Bereits am Sonntag hatten israelische Kampfhubschrauber zwei Hamas-Stützpunkte im Gazastreifen angegriffen. Zuvor war ein Flugobjekt aus dem Palästinensergebiet auf die israelische Seite geschickt worden. Nach Angaben der Armee hatten militante Palästinenser einen Sprengsatz an mehrere Ballons gebunden.

Im November war der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinenserorganisationen in dem blockierten Küstenstreifen gefährlich eskaliert. Fast 500 Raketen und Mörsergranaten wurden auf Israel abgefeuert. Dabei wurde ein Mann in Israel getötet, bei heftigen israelischen Gegenangriffen kamen sieben Palästinenser ums Leben. Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe hatte seitdem weitgehend gehalten.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

Von: APA/dpa

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