Kim ordnete den Bau weiterer Raketenteile an

Japan weitet Sanktionen gegen Nordkorea aus

Freitag, 25. August 2017 | 11:52 Uhr

Japan weitet seine Sanktionen gegen Nordkorea aus. Die Vermögenswerte von zusätzlichen sechs Organisationen und zwei Personen mit Verbindungen nach Nordkorea würden eingefroren, teilte Japans Regierungssprecher Yoshihide Suga am Freitag mit. Damit reagiert das Land auf die wiederholten Atomwaffen- und Raketentests von Nordkorea.

Staatschef Kim Jong-un hat staatlichen Medien vom Mittwoch zufolge den Bau weiterer Raketenteile angeordnet. Diesen Monat hat auch der UNO-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea verschärft. Hintergrund war der Test einer Interkontinentalrakete, die Experten zufolge auch die USA hätte erreichen können.

Im Nordkorea-Konflikt folgt Japan zudem seiner Schutzmacht USA und verhängt Sanktionen gegen chinesische Unternehmen. Ihnen wird vorgeworfen, indirekt Nordkoreas Programm zur Aufrüstung mit Atomraketen unterstützt zu haben, wie die Regierung in Tokio am Freitag bekanntgab.

Nordkorea habe sich wiederholt provokativ verhalten, erklärte ein japanischer Regierungssprecher. Man habe entschieden, sich eng mit den USA abzustimmen und Maßnahmen zu ergreifen, die denen Washingtons entsprächen.

Tokios Sanktionen zielen auf vier chinesische und zwei namibische Firmen sowie jeweils eine Person aus China und Nordkorea. China kritisierte das Vorgehen der Japaner scharf. “Wir drängen die japanische Seite, dies zu stoppen”, sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums am Freitag. Dauern die Sanktionen an, müsse Japan “die Konsequenzen akzeptieren”. China sei entschieden gegen alle Sanktionen außerhalb des Rahmens der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, insbesondere gegen chinesische Unternehmen.

Bereits am Dienstag hatten die USA Strafen gegen 16 russische und chinesische Einrichtungen verhängt. Das Guthaben der Betroffenen wird eingefroren, zudem wird amerikanischen Unternehmen und Individuen verboten, mit ihnen Handel zu treiben. China kritisierte diese Sanktionen scharf. Schon Ende Juni hatten die USA Sanktionen gegen eine Bank und ein Schifffahrtsunternehmen aus China wegen des Konfliktes in Nordkorea angekündigt.

Von: APA/ag.