Angeblich sollen die Waffen schweigen

Jordanien: Berichte über Waffenruhe in Südsyrien

Freitag, 29. Juni 2018 | 22:11 Uhr

Aus dem Kampfgebiet im Südwesten Syriens gibt nach Informationen aus jordanischen Regierungskreisen bestätigte Berichte über einen Waffenstillstand. Er solle zu einer Aussöhnung zwischen den Rebellen und den Regierungstruppen führen, hieß es in den Kreisen.

Zuvor hatte Regierungssprecherin Jumana Ghunaimat der staatlichen Nachrichtenagentur Petra gesagt, Jordanien unterstütze eine Waffenruhe, die dem Schutz von Zivilisten diene.

Nach Erkenntnissen von Kriegsbeobachtern sind mehr als 120.000 Zivilisten wegen der Kämpfe dort auf der Flucht. Der Südwesten Syriens zählt zu den wenigen Gebieten, die teilweise noch von Rebellen kontrolliert werden. Seit Mitte Juni haben Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe ihre Offensive insbesondere im Bereich der Großstadt Deraa verstärkt. Das hat eine Massenflucht der Bevölkerung ausgelöst.

Die Nachbarländer Israel und Jordanien haben erklärt, sie würden von diesen Flüchtlingen keine hereinlassen. Jordanien hat bereits rund 650.000 Syrer aufgenommen. Israel versorgt die Flüchtlinge mit humanitärer Hilfe.

In Libanon erklärte der Chef der mit Syriens Präsident Bashar al-Assad verbündeten Hisbollah, Sayyed Hassan Nasrallah, ein “sehr großer Sieg” stehe im Südwesten Syriens kurz bevor.

Von: APA/ag.

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