Juncker sprach im griechischen Parlament

Juncker ermahnte die Türkei

Donnerstag, 26. April 2018 | 14:20 Uhr

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat am Donnerstag das Verhalten der Türkei im östlichem Mittelmeer und in der Ägäis kritisiert. Ankara müsse das internationale Recht achten und seine Beziehungen mit allen EU-Staaten der Region, darunter auch der Republik Zypern, normalisieren, sagte Juncker im griechischen Parlament. Die Türkei agiere “illegal im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis”.

Er forderte Ankara zudem auf, zwei griechische Soldaten freizulassen, die Anfang März versehentlich türkisches Territorium betreten hatten und von türkischen Soldaten festgenommen worden waren. “Man kann mir nicht sagen, dass die Präsenz auf türkischem Boden von zwei Soldaten eine Bedrohung für die Sicherheit der Türkei ist”, sagte Juncker.

Im Februar hatte ein türkisches Küstenwachschiff ein griechisches im Südosten der Ägäis gerammt. Dabei ging es um die Zugehörigkeit von zwei Felseninseln. Türkische Kriegsschiffe hatten zuvor ein Bohrschiff daran gehindert, ein Gaserkundungsgebiet südöstlich des EU-Staates Zypern zu erreichen. Die Forschungen sollten im Auftrag des italienischen Energieunternehmens ENI durchgeführt werden. Ankara argumentierte, durch Bohrungen nach Erdgas ohne Zustimmung der türkischen Bevölkerung auf der geteilten Mittelmeerinsel würden deren Rechte missachtet.

Von: APA/dpa