Verteidiger der Werte Europas

Karlspreis 2023 geht an Selenskyj

Freitag, 16. Dezember 2022 | 15:58 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk bekommen den Karlspreis 2023 für Verdienste um Europa. Das teilten das Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen am Freitag mit. Zur Begründung hieß es, dass das ukrainische Volk unter Selenskyjs Führung nicht nur die Souveränität seines Landes und das Leben seiner Bürger verteidige, “sondern auch Europa und die europäischen Werte”. Mit der Verleihung unterstreiche man, dass die Ukraine Teil Europas sei.

Bevölkerung und Regierungsvertreter verdienten “die Ermutigung”, “rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zu führen”. Der Preis wird seit 1950 für Verdienste um Europa und die europäische Einigung verliehen. Namensgeber ist Karl der Große (747/748-814). Sein Reich erstreckte sich über einen Großteil von Westeuropa, er residierte häufig in Aachen. Die Auszeichnung ist mit einer Medaille und einer Urkunde verbunden. Geld gibt es nicht.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehörten zum Beispiel Deutschlands Ex-Kanzlerin Angela Merkel, der frühere britische Premierminister Tony Blair und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Auch Papst Franziskus hat ihn schon erhalten. 2022 bekamen ihn die belarussische Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja und zwei Mitstreiterinnen.

Das ukrainische Volk war erst am Mittwoch in Straßburg mit dem renommierten Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnet worden. Stellvertretend für ihre Landsleute hatten dort drei Ukrainerinnen und Ukrainer den Preis entgegengenommen, die sich für die Zivilgesellschaft engagieren. Russland führt seit dem 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die mithilfe westlicher Waffen um ihre Existenz kämpft.

Wie die Verleihung des Karlspreises 2023 genau stattfinden wird, war zunächst unklar. Schon beim Karlspreis 2022 hatte es eine Diskussion darüber gegeben, ob Selenskyj und das ukrainische Volk einen “Sonder-Karlspreis” bekommen sollten. Eine Gruppe von Europaabgeordneten hatte das damals vorgeschlagen.

Die EU-Staaten hatten die Ukraine bereits im Juni offiziell zu einem Kandidaten für den EU-Beitritt ernannt. Beitrittsverhandlungen sollen aber erst nach der Erfüllung von Reformauflagen beginnen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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13 Kommentare auf "Karlspreis 2023 geht an Selenskyj"


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Zugspitze947
1 Monat 18 Tage

Gratuliere Herzlich:das hat er sich wirklich verdient ! Ich wünsche ihm weiterhin alle Kraft der Welt um dem Kriegsverbrecher PUTIN den Garaus zu machen ❤😝👌

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 18 Tage

…der Kriegsverbrecher glaubte, ihn in drei Tsgen zur Strecke zu bringen…

fingerzeig
fingerzeig
Tratscher
1 Monat 18 Tage

@Doolin
und sie glaubten, daß der kriegsverbrecher nach 3 tagen fertig ist… träumer

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

die Rotstriche sind wohl Freunde des Verbechers.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 18 Tage

@fingerzeig
…dem Kriegsverbrecher gönne ich noch ein langes Leben, Hauptsache er bleibt in seinem eigenen Reich und geht der restlichen Welt nicht auf die Nerven…wie man sieht, hat er jedoch auch hier genügend Bewunderer…
🤪

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

Na ja, er verlangt und fordert vom Westen, um sich und sein Land zu erhalten. Das ist ja gut und sein Recht, doch dass dafür der Westen selbst verblutet, das ist ihm wurst. Kriege kennen andere Gesetze und Regeln. Das will er nicht einsehen und profietiert gnadenlos von den Entbehrungen der Menschen des Westens. Dass Putin nach einer Niederlage der Ukraine den Westen angreifen könnte, gehört zu einer der vielen Lügen, die aufgetischt werden.

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
1 Monat 18 Tage

Peterle…..
oh es gibt persönliche Aussagen wo er die Grenzen seines großen russischen Reiches sieht und was er von der nicht lebenswerten Unterrasse der Ukrainer hält wie sein Idol Stalin! Wach auf!
Ach ja ich weiß das die Amis auch schon viele Kriegsverbrechen begangen haben aber sie haben nie ein fremdes Staatsgebiet geklaut!

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 18 Tage

@Peter…solange Du noch genug “Energie” zum Betreiben/Laden von Laptop, Smartphone etc. und damit zum Posten hast, können die “Entbehrungen” noch nicht soooo gravierend sein🤣🤣…

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

.
Die Menschen, die in der Ukraine um ihr Leben kämpfen sind dir natürlich nicht so wichtig, wie deine warme Stube.
Das verstehe ich schon.

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 18 Tage

Nach dem Sacharowpreis jetzt auch den Karlspreis an die Ukraine. Eine wichtige und richtungsweisende Geste seitens der westlichen Unterstützer. Ob es der richtige Zeitpunkt für diese Ehrungen war, wird die nähere Zukunft zeigen. Denn Herr Putin wird zu diesen Ehrungen eher nicht gratulieren, sondern sie als weitere Provokation und “Vorentscheidung” für einen Beitritt der Ukraine in die EU sehen. Dadurch könnte sich Putin vom Westen weiter in die Enge getrieben sehen und dies als “Rechtfertigung” für weitere “Befreiungsaktionen” verwenden….

elvira
elvira
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

de preise sein so sinnvoll wia es klotschn firn sanitätspersonal während dar coronapandemie

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Tratscher
1 Monat 17 Tage

gebt ihm Panzer, anstatt Auszeichungen !
Die könnte er sicher besser gebrauchen.

Mimispatz
Mimispatz
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage

Karlspreis ? Das ist sicher eine gut gemeinte Geste und setzt zugleich ein klares politisches Statement.
Menschlich, nah und mittendrin….. da mische ich mich lieber nicht ein….

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