STF auf Antwort des Regierungskommissars

“Kein Deutsch? Kein Problem”

Freitag, 17. Juni 2022 | 13:15 Uhr

Bozen – “Wer Gesetze nicht einhält, wird bestraft. Außer man verletzt die Grundsäulen der Autonomie! Die Antwort auf eine Anfrage zeigt, wie die Südtiroler systematisch diskriminiert werden”, so die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit.

„71 Fälle von nicht eingehaltener Zweisprachigkeit landeten in den letzten drei Jahren auf dem Tisch des Regierungskommissars. Dabei zeigt die Erfahrung, dass die wenigsten Fälle gemeldet werden. Fast immer wird die deutsche Sprache missachtet“, gibt die Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle zu bedenken.

Die Süd-Tiroler Freiheit wollte wissen, wie hoch die Strafen für diese Gesetzesbrüche waren. Antwort: Bei keinem der 71 Fälle gab es Strafen. Das Regierungskommissariat wolle „sensibilisieren“ statt sanktionieren. Für die Süd-Tiroler Freiheit blanker Hohn: „In den letzten Jahren wurden uns hunderte Fälle gemeldet. Ob im Krankenhaus, bei der Post oder den Carabinieri: was hat die angebliche ‚Sensibilisierung‘ gebracht?!“

“Die Diskriminierung der deutschen Sprachgruppe hat System. Seit 50 Jahren ist das Zweite Autonomiestatut in Kraft und seit 34 Jahren das Dekret zur Zweisprachigkeit. Noch nie wurde auch nur eine Strafe ausgestellt, weil die deutsche Sprache missachtet wurde. Nie! Und umgekehrt? Immer wieder hagelt es Strafen für Betriebe, da Produkte ‘falsch’, sprich nicht italienisch, etikettiert werden. Kein Italienisch: Strafe! Kein Deutsch: kein Problem!” Atz Tammerle betont: „Dem Regierungskommissar sind die deutsche Sprache und die Autonomie egal! Er ist nicht neutral! Wir fordern deshalb erneut, dass das Land Südtirol für die Einhaltung der Autonomie und die Strafen zuständig sein muss. Sonst wird die Diskriminierung nicht aufhören.“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "“Kein Deutsch? Kein Problem”"


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Doolin
Doolin
Kinig
7 Tage 12 h

…da seid ihr bei der Landesregierung an der falschen Adresse…

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
7 Tage 8 h

Mit diesen Haufen von SVP Schafen werden wir nichts erreichen,da hilft nur bei den Wahlen Nachdenken U Handeln

berthu
berthu
Universalgelehrter
6 Tage 19 h

Die Italianisierung geht verstärkt weiter. Öffentliche Dienste-(Fahrer) werden ohne Doppelsprachigkeit massiv eingesetzt, ganz normal.
Einwanderer werden vorrangig nur italienisch unterrichtet, haben nicht mal die Wahl. Zuviele Geschäftsleute/Personal in Südtirol sprechen einfach stur italienisch. Dabei sind es nicht die einfachen Menschen, die unsere Sprache nicht respektieren, sondern die Politische Linie seit 100 Jahren. ‘Recht haben’ heißt auch und besonders bei uns, ‘Recht bekommen’.

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
6 Tage 16 h

Ubs ,das deutsche ganz klein geschrieben

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