Neumarkter Grüne üben Kritik

Kein Interesse am Register für Lebensentwürfe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Mittwoch, 20. Juli 2022 | 22:20 Uhr

Neumarkt – In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde der Beschlussantrag der Grünen abgelehnt, in Neumarkt als erste Gemeinde Südtirols ein Register für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu erstellen und das, obwohl der Bedarf enorm ist – genauso wie der nachfolgende Beschlussantrag für die Fahrradboxen am Bahnhof Neumarkt-Tramin.

Die Begründung ist einmal mehr aus denselben Floskeln zusammengebastelt wie sonst auch. „Es ist schade, dass das Hauptdorf fürs Unterland zu klein ist, zu wenig Personal und Ressourcen hat und dass die Gemeinde – wie in fast allen Begründungen – keine Zuständigkeit bei sich sieht“, sagt die Grüne Gemeinderätin Pfaffstaller und fährt fort „die ständigen Anweisungen sich direkt an den Ausschuss oder an die Kommissionen zu wenden sind einem Verständnis von demokratischen politischen Gemeindeprozessen nicht würdig“. Würde die Opposition jedes Mal die Mehrheit und die selten tagenden Kommissionen um Erlaubnis bitten, Anfragen und Beschlussanträge zu verfassen, bräuchte es keine Opposition.

Unter anderem wurde mit dieser Aufforderung auch der zweite Beschlussantrag versenkt, der sich für die Fahrradboxen und verbesserte Fahrradabstellplätze in Neumarkt einsetzte. Diese Problematik wird schon seit vielen Jahren von der Bevölkerung beanstandet. Eine Änderung ist nur zusammen mit der Gemeinde Tramin möglich, da sich der Bahnhof auf deren Gemeindegebiet befindet. Nun kommt heraus, dass seitens der BürgermeisterInnen aus verschiedenen Unterlandler Gemeinden dies vor knapp einem Monat besprochen wurde und entsprechende Maßnahmen eingeleitet wurden. Wir hoffen, dass genug Interesse für die Bedürfnisse der PendlerInnen da ist, um dieses leidige Problem endlich zu lösen. Wir Grüne bleiben dran.

Von: ka

Bezirk: Überetsch/Unterland

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