Der Mann raste durch ein Einkaufsviertel

Kein Terrorverdacht gegen mutmaßlichen Täter von Antwerpen

Freitag, 07. April 2017 | 14:24 Uhr

Zwei Wochen nach dem Vorfall mit einem Raser in der Innenstadt von Antwerpen hat die belgische Justiz den Terrorverdacht fallen gelassen. Der Verdächtige bleibe zwar in Haft, aber nur wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Waffengesetze, erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Brüssel. Das zuständige Gericht sehe “unzureichende Beweise für die Verletzung von Anti-Terror-Gesetzen”.

Der 39 Jahre alte Tunesier sitzt in Haft, weil er am 23. März mit hoher Geschwindigkeit durch ein Einkaufsviertel in Antwerpen gefahren war. Menschen mussten zur Seite springen, um sich in Sicherheit zu bringen. Versuche von Soldaten, das Auto zu stoppen, blieben erfolglos. Erst eine Spezialeinheit der Polizei stellte den Mann. Die Beamten fanden im Kofferraum unter anderem Stichwaffen und ein Gewehr.

Der Zwischenfall ereignete sich nur einen Tag nach einem Anschlag in der Nähe des britischen Parlaments in London, zu dem sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte. Dabei hatte der Täter mit einem Auto Fußgänger überfahren.

Von: APA/dpa