Rückgang bei der Zahl der Spitalspatienten

Keine Quarantäne für 101.174 bestätigte Corona-Infizierte

Montag, 01. August 2022 | 18:24 Uhr

Für die derzeit 101.174 laborbestätigt aktiv mit Corona infizierten Österreicher gibt es ab heute keine Quarantäne mehr. Stattdessen gilt nun eine Verkehrsbeschränkung, Infizierte dürfen mit FFP2-Maske fast überall hin, im Freien mit zwei Metern Abstand zu Anderen darf die Maske abgenommen werden. 4.205 Menschen haben sich seit Sonntag neu angesteckt – bei viel weniger Tests. In den Spitälern wurden weniger Infizierte behandelt, allerdings gab es zwölf Tote binnen 24 Stunden.

Laut den Daten des Gesundheits- und Innenministerium liegen die 4.205 Neuansteckungen unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 7.543 neuen Fällen. Allerdings gingen auch die Testzahlen stark zurück. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden nur noch 51.746 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 48.598 aussagekräftige PCR-Tests. Vor einer Woche wurden noch über 93.000 Tests täglich gemacht. Die Positiv-Rate der PCR-Tests liegt nämlich immer noch bei 8,7 Prozent – zum Vergleich der vergangenen Woche von knapp zehn Prozent.

Aufgrund der sinkenden Neuinfektionen ging auch die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb eines Tages von 635,6 auf 584,8 Fälle pro 100.000 Einwohner zurück. Die Zahl der aktiv Infizierten reduzierte sich um 5.014 Personen. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist weiterhin Wien mit 875,3, gefolgt von Niederösterreich, Burgenland und Oberösterreich (650, 635 bzw. 508,1). Danach kommen Kärnten (504,8), die Steiermark (461,9), Salzburg (386), Tirol (372) und Vorarlberg (332,1).

In absoluten Zahlen gab es auch in Wien die meisten Neuinfektionen mit 1.478 neuen Fällen, gefolgt von Niederösterreich mit 1.009, Oberösterreich mit 510, Steiermark mit 279, Kärnten mit 275, Salzburg mit 265, Tirol mit 192, Burgenland mit 141 und Vorarlberg mit 56 Neuansteckungen binnen 24 Stunden.

Rückläufig ist die Zahl der Spitalspatientinnen und -patienten innerhalb eines Tages. Von Sonntag auf Montag wurden um 41 Personen weniger im Krankenhaus behandelt, derzeit sind das 1.559 Personen. Innerhalb einer Woche ging die Patientenzahl um 77 Personen bzw. 4,7 Prozent zurück. 82 Menschen müssen derzeit intensivmedizinisch betreut werden. Diese Zahl sank seit Sonntag um sechs und ist innerhalb einer Woche ebenfalls um sechs Patienten zurückgegangen.

Allerdings gab es auch wieder zwölf Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 seit Sonntag. In den vergangenen sieben Tagen wurden 112 Todesfälle registriert. Insgesamt hat laut den Ministerien die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 19.118 Tote in Österreich gefordert. Die AGES meldete am Sonntag bereits 20.353 Tote.

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) sieht zwar u.a. die Impfung als Werkzeug der Pandemie-Bekämpfung, doch die Österreicher sind impfmüde geworden. Nur noch 435 Impfungen sind am Sonntag durchgeführt worden, davon waren 291 Auffrischungsimpfungen (vierte, fünfte und jede weitere Impfdosis). Gestern wurden überhaupt nur noch 14 Erststiche verabreicht. 5,4 Millionen und somit 60 Prozent der Österreicher sind gemäß Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) gültig geimpft. Insgesamt haben bisher 326.745 Personen eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 4,7 Millionen bestätigte Coronafälle gegeben. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie 4,6 Millionen Personen.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Keine Quarantäne für 101.174 bestätigte Corona-Infizierte"


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Superredner
13 Tage 1 h

So ist es richtig ! Man braucht keine Isolation mehr !!! Heute sind die Coronaerkrankungen eine normale Krankheit. Bei einer Influenza halte ich auch Abstand zu anderen Personen.

Orch-idee
Orch-idee
Superredner
13 Tage 1 h

Wann wird es auch bei uns soweit sein?
Unterstaatssekretär Costa hat, dass schon lange versprochen… Die Entscheidung fällt ihm aber anschließend nicht so leicht,. 🤔

SilviaG
SilviaG
Superredner
13 Tage 8 Min

@orchidee
Wenn man bedenkt, dass sollte man erneut einen Greenpass oder Impfpflicht in Erwägung ziehen, man (der Staat) jetzt bereits die Weichen legen müsste um alle rechtzeitig durchzuimpfen) . Kurzfristig geht da nix, schwuppdiwupp wäre der richtige Zeitpunkt etwa mitte August verpasst. Man (der/die Staaten) will wohl nicht mehr. Bitte psychologische Betreuung für die bereitstellen, die denken ohne Maßnahmen geht nichts mehr.

Orch-idee
Orch-idee
Superredner
12 Tage 8 h

@silviaG… Dass kommt noch… Jetzt sind sie alle in Wahlkampf beschäftigt…

SilviaG
SilviaG
Superredner
11 Tage 19 h

@Orchidee
Wenn alle, außer ein paar Risikopatienten, die mit einem veralteten Impstoff geimpft werden, alle ungeimpft sind. Das geht logistisch und zeitlich einfach nicht. Bevor die mit einem angepassten Impfstoff zur Stelle sind ist die volle Welle da und sicherlich eine neue Variante.

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