Innenminister Herbert Kickl

Kickl droht mit Strafen für “Unfall-Voyeure”

Samstag, 10. Februar 2018 | 14:31 Uhr

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) will gegen “Unfall-Voyeurismus” vorgehen. Es müsse ein Bewusstsein geschaffen werden, dass Schaulustige, die von der Gegenfahrbahn fotografieren oder filmen, eine Behinderung darstellten und sich auch selbst gefährdeten. Wenn das nicht greife, sei es “durchaus vorstellbar, dass man mit entsprechenden Strafmandaten gegen Unbelehrbare vorgeht”, meinte Kickl zur APA.

In der Ö1-Reihe “Im Journal zu Gast” präzisierte der Innenminister am Samstag, dass er dabei an die Verhängung von Verwaltungsstrafen denke. An der technischen Umsetzbarkeit zweifelt Kickl nicht. In Zeiten von Kameras sei eine Dokumentation nicht schwierig. Bei einer entsprechenden politischen Willensbekundung werde sich auch ein technischer Weg finden lassen.

In Wien-Favoriten war es erst am Freitag zu einem entsprechenden Vorfall gekommen. Während Polizisten Reanimationsmaßnahmen an einem 71-Jährigen durchführten, der beim Aufgang der U-Bahn-Station Reumannplatz zusammengebrochen war, bildete sich eine Menschenansammlung von bis zu 300 Personen am Ort des Einsatzes. Die Menge der Schaulustigen habe es für die Einsatzkräfte erschwert, zum Patienten zu gelangen, berichtete die Polizei.

Auch während der Maßnahmen zur Ersten Hilfe seien immer wieder Passanten sehr nahe an die Einsatzkräfte herangetreten, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Samstag. Mittels Absperrband wurden die Umstehenden auf Distanz gehalten, es wurden außerdem mehrere Personen aus dem abgesperrten Bereich weggewiesen. Die Polizei kritisierte das Verhalten der Umstehenden scharf, es sei laut Maierhofer jedoch bei Wegweisungen geblieben.

Kickl pochte im Radio-Interview zudem auf Verschärfungen bei Angriffen auf Polizisten. Der Minister denkt dabei an Mindeststrafen bei körperlichen Attacken auf Exekutivbeamte, aber auch die Erhöhung der Geldstrafen bei aggressivem Vorgehen wie Anpöbeln oder Anspucken von Polizisten um einige hundert Euro.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Kickl droht mit Strafen für “Unfall-Voyeure”"


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Mitgequatscht
Mitgequatscht
Grünschnabel
11 Tage 23 h

War a suppor idee! I vorstea nt wos fir leit a total gschrottetes Unfollauto fotografiern kennen! Men woas schliaßlich bon vorbeifohrn jo nt ob leit schwaf vorletzt wordn sein odor gor toat! Obor sel wert schun gleich sein hauptsoche men hot xegn wos passiert isch!

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