Kickl will Zugriff auf Geodaten der Handys

Kickl will Fremdenrechtsänderungen auf den Weg bringen

Mittwoch, 11. April 2018 | 16:35 Uhr

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hat sich am Mittwoch in Innsbruck zuversichtlich gezeigt, die geplanten Änderungen im Fremdenrecht beim Ministerrat in der kommenden Woche auf den Weg zu bringen. In dem Paket enthalten sollen unter anderem der Zugriff auf die Handy-Geodaten und die Geldabnahme bei Asylwerbern sein. “Wir drehen an jeder Schraube”, sagte Kickl.

“Kein Problem” wäre es aber auch, sollte das Fremdenrechtsänderungsgesetz erst eine Woche später zustande kommen. “Schritt für Schritt” werde die schwarz-blaue Regierung Maßnahmen setzen, um die Folgen von 2015 und der Jahre danach zu reparieren, meinte der Innenminister.

Die Geodaten von Asylwerbern auszulesen, sei notwendig, um die mitunter “teure” Recherche in den Asylverfahren zu beschleunigen: “Das kostet Geld”. Zum Teil würden Asylwerber “abenteuerliche Fluchtgeschichten” erzählen, die auf diese Weise einfach überprüft werden könnten. Zudem soll die Grundlage geschaffen werden, dass Asylwerber, die Kickl zufolge teilweise mit erheblichen Bargeldbeträgen kommen, “einen Beitrag zu den Kosten für die Grundversorgung in Österreich leisten” müssen.

Darüber hinaus brauche es die Möglichkeit, straffällig gewordene Asylwerber in eine sogenannte “Anschlusshaft” zu nehmen, so Kickl. Es dürfe nicht sein, dass diese zwischen der Verbüßung ihrer Haftstrafe und der Schubhaft auf freien Fuß gesetzt werden, argumentierte der Innenminister: “Diese Lücke muss geschlossen werden”. Außerdem sollen straffällig gewordene Asylwerber künftig automatisch den Aufenthaltstitel verlieren. “Es kann nicht sein, dass jemand, der sich an einem Mitglied der Aufnahmegesellschaft vergreift, bei der er Schutz sucht, weiter den Aufenthaltstitel für sich beanspruchen kann”.

Von: apa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Kickl will Fremdenrechtsänderungen auf den Weg bringen"


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maria zwei
maria zwei
Superredner
8 Tage 3 h

sehr gut…..das wird in Dänemark schon lange erfolgreich praktiziert

Tabernakel
8 Tage 3 h

Mit welchem Ergebnis? Nur weil es die Nazis in Dänemark machen muss es gut sein?

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
8 Tage 6 h

Die Daten sind doch unbrauchbar. Erstens hat nicht jeder ständig GPS aktiv und man kann auch nicht sicher sein, dass sich das Handy die ganze Zeit über im Besitz der Person befand.
Von rechtlichen Bedenken abgesehen ist die Idee so oder so blödsinnig.
Österreich arbeitet doch eh schnell. Die Italiener sind da viel langsamer.

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