Luigi Di Maio hofft auf gemeinsame Regierung mit der Lega

Konsultationen in Rom: Fünf-Sterne-Bewegung wirbt um Lega

Sonntag, 22. April 2018 | 09:57 Uhr

Bei den Konsultationen in Rom drängt die populistische Fünf-Sterne-Bewegung weiterhin auf eine gemeinsame Regierung mit der ausländerfeindlichen Lega. “Mit der Lega können wir Großes leisten”, sagte Fünf-Sterne-Spitzenkandidat Luigi Di Maio nach Medienangaben vom Sonntag. Di Maio hofft, dass die Lega ihren Wahlpakt mit der Forza Italia um Silvio Berlusconi bricht.

Forza-Italia-Chef Berlusconi erwiderte, dass die Mitte-Rechts-Allianz geschlossen eine Regierung aufbauen wolle. “Lega-Chef Matteo Salvini hat sich bisher uns gegenüber korrekt verhalten. Salvini hat kein Interesse, in einer Regierung mit der Fünf-Sterne-Bewegung zum Juniorpartner zu werden”, sagte Berlusconi in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung “Corriere della Sera” (Sonntagsausgabe).

Am Freitag hatte die mit den Konsultationen beauftragte Senatspräsidentin Maria Elisabetta Alberti Casellati Staatschef Sergio Mattarella berichtet, dass ihre Sondierungen ergebnislos zu Ende gegangen seien. Jetzt muss Mattarella über das weitere Vorgehen entscheiden. Nicht ausgeschlossen wird, dass Mattarella am Montag den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Roberto Fico, Spitzenpolitiker der Fünf-Sterne-Bewegung, mit Sondierungen beauftragen könnte.

In diesem Fall müsste Fico die Möglichkeit einer Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Demokratischer Partei (PD) prüfen. Die PD bekräftigte jedoch ihre Absicht, in die Opposition zu gehen.

Während Italiens politische Kräfte noch nach einem Ausweg aus dem Stillstand nach den Parlamentswahlen am 4. März suchen, stehen sie bereits vor einem neuen Test: Am Sonntag sind Regionalwahlen in der kleinen süditalienischen Region Molise. Etwa 254.000 Wahlberechtigte sind zu dem Urnengang aufgerufen, dessen Ausgang als durchaus ungewiss gilt. Schwergewichte der italienischen Politik – von Berlusconi über Salvini bis Di Maio – führten einen intensiven Wahlkampf in der Region, schließlich könnte das Wahlergebnis in Molise auch Auswirkungen auf die Regierungsverhandlungen in Rom haben.

Von: apa

Kommentare

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12 Kommentare auf "Konsultationen in Rom: Fünf-Sterne-Bewegung wirbt um Lega"


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Erich59
Erich59
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Populistisch und ausländerfeindlich. Toller Titel. Alles was nicht SVP- und linksorientiert ist, wird so bezeichnet.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

die Lega ist nicht Ausländerfeindlich sondern will nur das machen, was die anderen bis jetzt nie gemacht haben: kontrollieren, regeln, Kriminelle auswerfen statt erhalten!

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
1 Monat 1 Tag

@iuhui Untostützt lai recht fescht die Lega, es werd schun no sechn wie se mit insre Sütirola Begehren umgiahn wern.

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

ich bin für neuwahlen…
dann werden die unglaubwürdigen sterne auch abgestraft mit der des geldes für alle

selwol
selwol
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Bei Neuwahlen tippe ich eher für eine Stärkung der 5 Sterne Bewegung.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

würde mich interessieren, wieso einer wie Savini mit einem mehrmals vorbestraften wie der Berlusca einen Pakt geschlossen hat?! Wenn nicht, hätte er wahrscheinlich mehr Stimmen bekommen. Salvini hat damit seine Glaubwürdigkeit verloren, mehr als alle andere Politiker… schade.

Rotwurst
Rotwurst
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Die Lega hat eine wichtige Aufgabe für Europa: Grenzen dicht ! 😄

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 1 Tag

moanscht di maio oder renzi sein besser?

Blitz
Blitz
Superredner
1 Monat 1 Tag

Berlusconi endlich observiern, donn konn man endlich Politik mochn !!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

und Brunetta, Brambilla & Biancofiore gleich mit!

Kurios
Kurios
Superredner
1 Monat 1 Tag

Salvini muss Berlusconi nach Hause schicken. Wenn Salvini jetzt nicht mit der 5 Sterne Bewegung  regieren will dann wird er es wohl nie mehr und immer in der Opposition bleiben.
Sie könnten großes tun. Z. B. aus Italien einen föderalen Staat machen, Nord, Mittel und Südtitalien müssen sich selber erhalten. Kein Steuergeld mehr aus Rom, keiner muss an Rom Steuergelder bezahlen. Die Politikergehälter würden per Gesetz halbiert. Das Anhäufen von Leibrenten würde verboten. Endlich dürfen alle Steuern bezahlen nicht nur die Handwerker und Lohnabhängigen. Keine Beiträge an Gruppen die keine Einkommensteuer bezahlen. usw.

Kurios
Kurios
Superredner
1 Monat 23 h

Und im Herbst schickn mr di SVPler huam

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