Stellen sie sich vor, es ist ihr Kind...

Kriegsparteien im Jemen rekrutierten Kinder-Soldaten

Dienstag, 05. September 2017 | 12:52 Uhr

Die Bürgerkriegsparteien im Jemen haben hunderte Kinder als Soldaten rekrutiert. Insgesamt seien mehr als 1.700 solcher Fälle gezählt worden, heißt es in einem Bericht des UNO-Menschenrechtsrates in Genf. Häufig hätten Zehnjährige mit Waffen und in Uniform Kontrollpunkte bewacht. Für rund zwei Drittel der Rekrutierungen seien die schiitischen Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten verantwortlich.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei dem Bürgerkrieg um eine “vollständig von Menschen gemachte Katastrophe”, unter der die Zivilisten zu leiden hätten. Verstöße gegen die Menschenrechte gingen unvermindert weiter. Seit März 2015 seien mehr als 5.100 Zivilisten getötet worden, davon fast 1.200 Kinder. Mehr als 3.200 Zivilisten seien durch die von Saudi-Arabien geführten Koalition getötet worden.

Im bettelarmen Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg. Schiitische Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten haben große Teile des Landes überrannt. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition bekämpft die Aufständischen mit Luftangriffen.

Die Jets hätten Krankenhäuser, Schulen, Wohngebiete und Beerdigungen angegriffen, heißt es in dem UNO-Bericht. Oft deuteten die Informationen darauf hin, dass Zivilisten direkt ins Visier genommen worden seien. Dem Bericht zufolge sind fast 19 Millionen Menschen im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Drastisch verschlechtert hat sich die Lage durch den Ausbruch einer Cholera-Epidemie.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Kriegsparteien im Jemen rekrutierten Kinder-Soldaten"


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ThunderAndr
ThunderAndr
Universalgelehrter
20 Tage 9 h

Wer bombt fleissig im Jemen ? Wer liefert die Waffen ?

Aber wenn der Irre Dicke in Nordkorea in seinem Land eine Bombe zündet gibts Sanktionen…

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