Senatorin Julia Unterberger setzt sich dafür ein

Küken-Schreddern: “Verbot schon vor 2026 umsetzen”

Donnerstag, 30. Juni 2022 | 11:28 Uhr

Rom – “Das nunmehr vom Senat genehmigte europäische Delegationsgesetz sieht ein Verbot des Schredderns männlicher Küken vor, allerdings leider erst ab 2026.” Dies teilt SVP-Senatorin Julia Unterberger in einer Aussendung mit.

“Endlich passt sich auch Italien dem an, was Länder wie Frankreich und Deutschland bereits in den vergangenen Jahren erledigt haben. Für die Massenproduktion von Eiern für den Verzehr stellen männliche Küken lediglich Abfall dar; ihre Aufzucht dient weder der Erzeugung von Eiern noch jener von Fleisch. So werden jedes Jahr Millionen von Küken bei lebendigem Leib in Maschinen mit rotierenden Klingen zerhackt”, so Unterberger.

“Zur schrittweisen Abschaffung dieser grausamen Praxis hat die italienische Regierung nun ein Jahr Zeit die entsprechenden Dekrete zu erlassen. Insbesondere müssen die Unternehmen dabei unterstützt werden, ihre Arbeitsprozesse und ihre technologischen Standards anzupassen. So muss die Nutzung von Techniken gefördert werden, mit denen das Geschlecht der Küken noch vor dem Schlüpfen bestimmt werden kann. Oder es müssen andere Möglichkeiten gefunden werden, die eine annehmbare Alternative zur Tötung der Tiere darstellen”, erläutert die Senatorin.

“Gleichzeitig müssen alle notwendigen Schritte unternommen werden, damit die Gesundheitsbehörde auch Inspektionen durchführen kann, um die Einhaltung der neuen Bestimmungen zu überprüfen. Das Schreddern von männlichen Küken ist nur ein Beispiel für die verschiedenen Formen des Leids, denen für den Lebensmittelmarkt bestimmte Tiere ausgesetzt sind. Misshandlungen von Tieren stehen in der Massentierhaltung an der Tagesordnung, sind aber in den meisten Fällen völlig legal. Man denke nur an die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung, die Haltung von Sauen in so genannten Trächtigkeitskäfigen, die Aufzucht von Tausenden von Hühnern in Ställen, wo sie sich kaum bewegen können. Der Tierschutz ist jedoch ein Grundsatz, der seit langem in den europäischen Gesetzen und seit kurzem auch in der italienischen Verfassung verankert ist, den sich auch die Industrie für tierische Produkte zu eigen machen muss. Das Verbot des Küken-Schredderns ist nur ein erster Schritt auf einem noch sehr langen Weg zum Schutz auch von Tieren, die nur zum Nutzen der Menschheit bestimmt sind”, so die SVP-Senatorin.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Küken-Schreddern: “Verbot schon vor 2026 umsetzen”"


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Evi
Evi
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Die Umsetzung dauert immer viel zu lange.
Warum???

SilviaG
SilviaG
Superredner
1 Monat 10 Tage

@Evi
Stelle die Frage an die,die Eier essen. Hähne legen keine. Es gibt keine artgerechte Haltung

SilviaG
SilviaG
Superredner
1 Monat 10 Tage

Ebensowenig gibt es humanes töten. “Das Tier, das mein Schnitzel liefert, wurde human getötet” , sagen oft Leute.. dabei frage ich mich, wie genau geht humanes töten? Ich habe es noch nicht heraus gefunden. Töten ist immer mit Leid verbunden, außerdem beende ich ein Leben eines Tieres, das noch Jahrzehnte unter uns hätte weilen können?

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@SilviaG
Vielleicht möglichst streissfrei und ohne Qualen z.B.🤔❓
In ihrer gewohnten Umgebung,durch vorherige Betäubung(Bolzenschussapparat)und ohne kilometerlange Strecken rumgefahren zu werden☝🏻!
Ganz einfach kurz,stressfrei und schmerzlos!!!😉

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@SilviaG
Verstehe sowieso nicht warum solche Betriebe nicht “Tauschhandel”betreiben:
die einen brauchen Legehennen(Eierproduktion🥚🍳)und die anderen Hähne(Grillhühner🍗🍖)…..wäre doch vieeeel humaner als diese Küken zu vergasen,zu verschreddern und zu Tiermehl und Tierfutter verarbeiten zu müssen…..🙄😤😖

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