Mehrere Voraussetzungen „nicht erfüllt“

Kulturquartier am Virgl: Landesregierung befasst sich mit Gutachten

Dienstag, 17. Mai 2022 | 17:52 Uhr

Bozen – Der Projektfinanzierungsvorschlag für die Planung, den Bau und die Verwaltung eines Kulturquartiers am Virgl war der Landesvergabeagentur AOV von einem privaten Wirtschaftsteilnehmer im November vorgelegt worden. Inzwischen wurde der Vorschlag von der Dienststellenkonferenz mit allen betroffenen Körperschaften und Landesabteilungen auf die technisch-wirtschaftliche und urbanistische Durchführbarkeit hin überprüft. Heute hat sich die Landesregierung mit dem Gutachten der Dienststellenkonferenz befasst.

“Das Gremium hat den innovativen und wohl auch faszinierenden Vorschlag in der vorgelegten Form als nicht durchführbar bewertet, weil mehrere Voraussetzungen nicht erfüllt sind”, fasste Hochbaulandesrat Massimo Bessone nach der Sitzung der Landesregierung die Beurteilung des Vorhabens zusammen. Wie Bessone erklärte, sei die nun abgewickelte Prüfung des Vorschlags ein vom Gesetz vorgesehenes technisches Verfahren, keine politische Bewertung.

Der Vorschlag für ein privat-öffentliches Partnerschaftsprojekt (PPP) umfasst neben dem Bau des Archäologiemuseums auch jenen des Naturmuseums, den Bau einer Aufstiegsanlage sowie weiterer Einrichtungen wie z.B. eines Auditoriums. Dem Vorschlag zufolge sollten Planung und Bauarbeiten 62 Monate beanspruchen. Für 50 Jahre würde das neue Museum privat geführt.

Die Dienststellenkonferenz unter Vorsitz von Daniel Bedin hat angemerkt, dass für das Vorhaben mehrere substanzielle Anpassungen technischer und wirtschaftlicher Art zu erbringen wären. Insbesondere seien Anpassungen in puncto Finanzierung und Bauzeiten für die museale Struktur vorzunehmen, ebenso wie für den Zugang und die Nutzbarkeit des Kulturquartiers. Die geplante neue Zufahrtsstraße entspreche den Voraussetzungen nicht. Für das Naturmuseum gebe es außerdem noch keine Absicht einer Umsiedelung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Kulturquartier am Virgl: Landesregierung befasst sich mit Gutachten"


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inni
inni
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Durch ollerlei willkürliche Schikanen welln sie in Benko soweit bringen, dass er es Hondtuach wirft. Der Virgl werd weiterhin ein Dreckhaufen bleiben und es neue Özi-Museum in der Stodt werd erst in 10 Johr fertiggstellt. An’eklatantes Beispiel von Misswirtschoft … SCHAMP ENK!

OrB
OrB
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Wenn es ein weiteresr Wellnesstempel einiger gewisser Südtiroler wäre würde schon längst gebaut.

PuggaNagga
1 Monat 10 Tage

Welche Vorsussetzungen wären das konkret?
Welche werden nicht erfüllt?
Oder geht es darum dass durch eine Private Hand keine Freunderlwirtschaft betrieben werden kann?

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 10 Tage

Freunderlwirtschaft geht immer 🙂
Aber ja, das würde mich aucn interessieren.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 10 Tage

…also weiterhin Müllhalde m Virgl…
🤪

Galantis
Galantis
Superredner
1 Monat 9 Tage

..typisch Bozen, mit Gewalt alles verhindern.

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage
Einige Aspekte, die mir hierzu einfallen: Die Bozner (einige, die Machtanteile besitzen) verschlafen eine einmalige Chance. Die Laubenkönige wehren sich mit Händen und Füßen gegen das Virglprojekt, um die eigenen Interessen zu schützen. Über Benko als Investor von außen wird gelästert, wohl um eigene Versäumnisse seitens der “Doigen” zu kachieren. Die lokalen Baulöwen, die Dutzende Wohnungen leer halten oder nicht vermieten/verkaufen, um später am Bahnhofsareal zu spekulieren, müssen ihre alten Bruchbuden loswerden und setzen dafür alle möglichen Hebel im Gang. Und der Kompatscher darf jetzt nicht mehr das tun, was er eigentlich aus Überzeugung tun möchte, nämlich der Virglvariante den… Weiterlesen »
brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Wäre schade um das Projekt…..so verbleibt Bozen im Dornröschenschlaf…

Rabe
Rabe
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Bozen ohne özi isch gleich tot wie Bozen so halt isch

Savonarola
1 Monat 9 Tage

welch Wunder, dass sich die Landesregierung einmal nicht über die Gutachten hinwegsetzt

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