Hunderte Migranten mussten im Freien übernachten

Lage der Flüchtlinge auf Ägäis-Inseln spitzt sich zu

Mittwoch, 31. August 2016 | 11:29 Uhr

Die Lage in den Flüchtlings- und Registrierungslagern (Hotspots) auf den griechischen Ägäis-Inseln ist zunehmend angespannt. Nach der Ankunft von mehr als 560 Schutzsuchenden in den vergangenen 48 Stunden harren dort insgesamt 12.200 Menschen aus. Die Lager auf Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos können aber eigentlich nur 7.450 Menschen aufnehmen.

Hunderte Migranten mussten am Mittwoch auf Lesbos im Freien ausharren, berichtete Reporter vor Ort am Mittwoch. Dies gelte auch für die Insel Chios, hieß es aus Kreisen der Küstenwache.

Seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Deals Mitte März dürfen Schutzsuchende, die auf den Ägäis-Inseln ankommen, nicht länger aufs griechische Festland weiterreisen. Sie müssen den Ausgang ihres Asylverfahrens auf den Inseln abwarten, der Prozess gestaltet sich vor allem aufgrund fehlender Asylrichter aber sehr langsam.

In ganz Griechenland halten sich nach Angaben des Flüchtlingskrisenstabes vom Mittwoch rund 59.200 Menschen in Lagern, Registrierzentren und Wohnungen sowie Hotels auf. Viele von ihnen hoffen, trotz der Schließung der Balkanroute doch noch irgendwie nach Mitteleuropa zu kommen.

Von: APA/dpa

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