Die vorläufige Liste umfasst 21 Gemeinden

Landesregierung befasst sich mit Gemeinden mit Wohnungsnot

Dienstag, 28. Juni 2022 | 16:11 Uhr

Bozen – Die Landesregierung hat sich in ihrer heutigen Sitzung mit den Gemeinden mit Wohnungsnot befasst. Die Bestimmungen für die Gemeinden mit Wohnungsnot sind im Landesgesetz Nr. 3 vom April 2014 festgelegt. Darin wird die Landesregierung ermächtigt, jährlich bis zum 30. Juni zu beschließen, welche Gemeinden ab dem 1. Jänner des darauffolgenden Jahres als Gemeinden mit Wohnungsnot zu betrachten sind, wobei auch zwischen einzelnen Gemeindegebieten unterschieden werden kann. Nach Anhörung des Rates der Gemeinden hat die Landesregierung heute die vorläufige Liste der Gemeinden mit Wohnungsnot diskutiert. Nun können die betroffenen Gemeinden ihre Stellungnahmen dazu abgeben. In einem zweiten Schritt wird die Landesregierung dann das definitive Verzeichnis der Gemeinden mit Wohnungsnot beschließen.

“Die im Landesgesetz 3/2014 vorgesehenen Bestimmungen für die Gemeinden mit Wohnungsnot zielen darauf ab, den Steuerdruck für Besitzer von zur Verfügung stehenden Wohnungen so zu erhöhen, dass diese zur Vermietung angeboten werden. In der Folge sollte es mehr Angebot am Mietmarkt geben”, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die dadurch generierten Mehreinnahmen für die Gemeinden müssten dazu dienen, bei vermieteten Wohnungen eine Entlastung herbeizuführen, unterstrich Kompatscher. Es handle sich allerdings um eine Maßnahme, die nur in Gemeinden mit hoher Wohnungsnot gerechtfertigt erscheint.

Mindestmietpreis Euro pro Quadratmeter im Monat aus OMI-Datenbank

Die Daten für die Ermittlung der Gemeinden mit Wohnungsnot stammen aus der Datenbank der Beobachtungsstelle des Immobilienmarktes (Osservatorio del Mercato Immobiliare, OMI) bei der Agentur der Einnahmen. Herangezogen werden die Mindestmietpreise Euro pro Quadratmeter im Monat. Die vorläufige Liste der 21 Gemeinden mit Wohnungsnot mit deren Mindestmietpreisen sowie dem Landesdurchschnittsmindestmietpreis sind im Anhang angeführt. Als Gemeinden mit Wohnungsnot gelten Gemeinden, deren Mindestmietpreis Euro/Quadratmeter im Monat um mindestens 20 Prozent höher ist als der durchschnittliche Mindestmietpreis auf Landesebene.

Nach Anhörung der betroffenen Gemeinden wird die Landesregierung in den nächsten Wochen das Verzeichnis der Gemeinden mit hoher Wohnungsnot definitiv beschließen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Landesregierung befasst sich mit Gemeinden mit Wohnungsnot"


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andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Der vermieterschutz muß erhöht werden. Das wäre vernünftig und nicht noch bestrafen sobald die Wohnung zustört ist kann man auch nicht auf diese Steuergelder zurückgreifen

Mr.X
Mr.X
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Wenn sich die aktuelle Londesregierung mit eppes befosst isch leider nia guat. Hom no nicht gscheids af die Reihe brocht.

Entequatch
Entequatch
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Es gibt seit jeher eine leistbare wohnung zu haben. Nun dadurch dass in den leyzen 10 jahren soviele menschen nach südtrol gezogen sind ist die lage dramatisch. Die gesetze, die es erlauben keine miete zu zahlen haben die situazione nur noch verschlimmert

prontielefonti
prontielefonti
Superredner
1 Monat 12 Tage

Fi olle Seitn wersch gemolchn😂🤢🤮

prontielefonti
prontielefonti
Superredner
1 Monat 12 Tage

Sellm loss i die Wohnung liabr laare und zohl mehr Gis,bevour i sella Volk eichn loss😂

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
1 Monat 12 Tage

Es ist nicht nur eine Frage des Mietpreises, sondern auch des Ringsherum: Bürokratie, Rechtslage (Stichwort Mietnomaden, Mietausfälle, die eben auch in die Gesamtrechnung gehören, Abschreibbarkeit von ordentlichen Instandhaltungen, fehlende Flexibilität im Vertragsrecht usw..). All das ist letztlich finanziell von Relevanz und wird umgewälzt…

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Nur 21 Gemeinde haben zu wenig leistbare Wohnung?? Das ich nicht lache…..da fängt schon der Fehler an.

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
1 Monat 11 Tage

Hast du die liste gesehen steht unter anderm covara tirol schrnna marling drin sicher gibt es dort keine Leistbaren wohnungen

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Ok, ich habe aber noch immer nicht verstanden, wie der Leerstand einer Wohnung definiert wird. Auf welche Wohnungen wird der erhöhte IMU-Satz erhoben? Ferienwohnungen werden wohl nicht als Leerstand definiert, oder?

Savonarola
1 Monat 12 Tage

das wird Wählerstimmen kosten

Wohlzeit
Wohlzeit
Tratscher
1 Monat 12 Tage

und wieder neue Bürokratie, welche wenig Nutzen stiftet und die Ehrlichen dabei wieder draufzahlen.

bislhausverstond
bislhausverstond
Superredner
1 Monat 12 Tage

Lei mehr lächerlich, olm in die folsche richtung. Is problem sein mietnomadn und mietausfälle, net die not an wohnungen. Megn lei die gesetze dihingehend amol ändern, noar vermietn noch und nöcher…i kenn 2, de liaba die höhere gis zohln, als noamol so drauzuzohln, wiase schun hobn

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