Scharfe Kritik der Süd-Tiroler Freiheit

„Landesregierung fährt öffentlichen Nahverkehr an die Wand“

Freitag, 24. Juni 2022 | 13:33 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Freiheit übt scharfe Kritik an der Landesregierung, was den öffentlichen Verkehr anbelangt. „Nicht genug damit, dass sich Bürger über stundenlange Ausfälle und nicht haltende Busse beschweren, werden nun auch noch Linien ausgesetzt und im ganzen Land Fahrten reduziert. Die Landesregierung fährt den öffentlichen Nahverkehr an die Wand!”, ärgert sich die Landtagsabgeordnete Myriam Atz-Tammerle.

Die Süd-Tiroler Freiheit weise seit Wochen auf die vielen Probleme beim öffentlichen Nahverkehr hin. Immer wieder komme es vor, dass Busse nicht halten, Busse nicht eintreffen, Busfahrer die Strecke nicht kennen oder Busfahrer kein Deutsch können. Nun würden auch noch vom Landesamt Linien ausgesetzt und aufgrund fehlender Mitarbeiter im ganzen Land Fahrten reduziert.

„Der Fisch stinkt vom Kopf her, so auch beim öffentlichen Nahverkehr“, meint die Landtagsabgeordnete Myriam Atz-Tammerle. Nicht die einzelnen Konzessionäre seien an der aktuellen Situation schuld, sondern der zuständige Landesrat Daniel Alfreider und Landeshauptmann Arno Kompatscher. Sie hätten Südtirol dieses Schlamassel eingebrockt, da sie es nicht auf die Reihe gebracht hätten, rechtzeitig für ausreichend Mitarbeiter und angemessene Arbeitsbedingungen zu sorgen. Dies würden auch die aktuellen Streiks unterstreichen.

„Auf Biegen und Brechen wollten Alfreider und Kompatscher den öffentlichen Nahverkehr selbst in die Hand nehmen und den Vorgänger somit loswerden. Erreicht wurde dies durch die Annullierung der Ausschreibung für den öffentlichen Nahverkehr, die anschließende Änderung der Ausschreibungskriterien sowie die Einführung der Inhouse-Lösung vonseiten der Landesregierung. Das Ergebnis: Ein nicht funktionierender öffentlicher Nahverkehr. Die Leidtragenden sind die Bürger, vor allem jene, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, wie z.B. Berufspendler, Senioren, Schüler oder auch Touristen“, so die Abgeordnete.

Atz-Tammerle wird das Thema erneut im Landtag vorbringen und fordert die Landesregierung auf, endlich eine vernünftige Lösung zugunsten der Bürger und auch der Fahrer zu finden. Andernfalls müsse man darüber nachdenken, das Projekt Inhouse aufzugeben.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "„Landesregierung fährt öffentlichen Nahverkehr an die Wand“"


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anonymous
anonymous
Kinig
1 Monat 15 Tage

Zuerst an die Wand,dann ins Grab

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 15 Tage

Die SVP und LEGA Landesregierung müssen weg.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 15 Tage

…kein Ruhmesblatt für den LH und seinen Adlatus Alfreider…

Sigo70
Sigo70
Superredner
1 Monat 15 Tage

Gatterer lacht sich wohl ins Fäustchen.

Paladin
Paladin
Tratscher
1 Monat 15 Tage

Na Myriam da hat jemand nicht die “Freunde im Edelweiß” gelesen. Sonst würden solche Sprüche nicht kommen. Was da hinter den Kulissen vorgegangen ist, ist nicht nur moralisch ein Saustall, sondern auch rechtlich höchst bedenklich. Kalabrien ist ein Witz gegen das, was da von dem Dunstkreis um den guten Ingemar angezettelt wurde. Das Land kann sich allerdings den Schlamassel nun auch auf die Fahne schreiben. Sie haben nämlich keinen Plan und versuchen das Ganze unter den Teppich zu kehren. 

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

Gatterer hui, LR pfui, beim Personalverkehr mol gonz sicher.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 14 Tage

…meinst wohl ÖPNV = öffentlicher Personen Nahverkehr?…unter Personalverkehr stellt man sich was ganz anderes vor!…
🤪

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