Aleppo wird gnadenlos bombardiert

Laut UNO mehr als 600.000 Syrer von Hilfe abgeschnitten

Dienstag, 06. September 2016 | 14:52 Uhr

Im Syrien-Krieg sind nach UNO-Angaben mehr als 600.000 Zivilisten in belagerten Orten grauenhaften Bedingungen ausgesetzt und von Hilfe abgeschnitten. Die Notlage der Menschen werde zudem durch willkürliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie auf medizinisches Personal und Spitäler verschärft, erklärt die vom UNO-Menschenrechtsrat berufene Untersuchungskommission für Syrien in Genf.

Vor allem in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo, die gnadenlos von den Regierungstruppen bombardierte werde, habe die Gewaltanwendung gegen Zivilisten “ein bisher beispielloses Niveau” erreicht, heißt es in einem neuen Lagebericht der Kommission. Seit Anfang des Jahres seien in der Provinz Aleppo mehr als 20 medizinische Einrichtungen zerstört worden.

“Es gibt keine Anzeichen für ein Nachlassen der erbarmungslosen Angriffe auf Zivilisten und der Belagerungen, so dass die Menschen so gut wie keine Hoffnung auf Frieden mehr haben”, erklärte der Leiter der Kommission, Paulo Pinheiro. Alle an dem Konflikt beteiligten Gruppen machten sich Kriegsverbrechen schuldig. Besonders folgenschwer seien aber die Luft- und Artillerieangriffe des Regimes auf Zivilisten.

Von: APA/dpa

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