Oberschullehrer weiterhin unterbezahlt

Lehrer der Staatsschulen weiterhin benachteiligt!

Freitag, 06. Mai 2022 | 23:44 Uhr

Bozen – Erst kürzlich erfuhren die Lehrer, dass die heurige Leistungsprämie ohne Grund um 37,5 Prozent gekürzt wird; doch die Arbeitsbelastung sinkt nicht – ganz im Gegenteil. Nun kommt ein weiterer herber Schlag auf die Staatsschullehrer zu.

Nach dem sehr langen, aufwändigen und anspruchsvollen Ausbildungsweg der Oberschullehrer der Staatsschulen wartet die bittere Realität: Ein fünfjähriges Studium an der Universität, weiters ein zweijähriger Lehrgang an der Universität mit dem Ziel des Erhalts der Lehrbefähigung und ein weiteres Probejahr (sobald es irgendwann Mal eine freie Stelle gibt) gehören zum steinigen Ausbildungsweg der Oberschullehrer in Südtirol. Die derzeitigen Löhne sind angesichts eines derart langen Ausbildungsweges, auf dem angehende Lehrer auf Herz und Nieren geprüft werden, blanker Hohn. Und doch scheint alles daran gesetzt zu werden, den Lehrberuf immer weiter ins Aus zu schießen. Nun kommen weitere Hiobsbotschaften auf die Staatslehrer zu. Ein einst hoch angesehener Beruf wird von der Politik systematisch mit Füßen getreten. Aufwand und Entlohnung sind schon längst in eine unerträgliche Schieflage geraten.

Nun werden Lehrer der Staatsschulen erneut an der Nase herumgeführt. Wie lange werden sich angesichts dieser Kette an Skandalen noch Lehrer finden lassen?

Die Gewerkschaft SGBCISL Schulescuola gibt bekannt, dass die “Gehaltsanpassung” der Staatsschullehrer in weiter Ferne ist:

“Das Landessekretariat der SGBCISL Schulescuola, der repräsentativsten Gewerkschaftsorganisation auf Landesebene, erfährt im Zusammenhang mit den anstehenden Verhandlungen für die staatlichen Schulen über die Presse, dass eine einheitliche finanzielle Behandlung mit dem Personal der Landesschulen (60 Millionen Euro in drei Jahren) durch eine mögliche Erhöhung der Unterrichtsstunden einhergehen soll. Jedoch weisen die Gewerkschaften daraufhin, dass die derzeit bereitgestellten Geldmittel nicht ausreichen, um die Gleichbehandlung mit dem Personal der Landesschulen zu erreichen. Die Tarifverhandlungen dürfen nicht zu einer Erhöhung der Stunden- und Arbeitsbelastung des Lehrpersonals führen.”

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Lehrer der Staatsschulen weiterhin benachteiligt!"


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herta
herta
Tratscher
19 Tage 4 h

Die Lehrer hatten damals ja die freie Wahl beim Staat zu bleiben oder vom Land Südtirol
übernommen zu werden und heute jammern sie

Costa
Costa
Superredner
19 Tage 1 h

Das ist 25 Jahre her.
Danach mussten alle zum Land, weil das Doppelgleisige fahren nicht ging.
Die dafür gestimmt haben sind zum Großteil mit großzügiger Pension in Rente, die für jetzige Lehrpersonen unerreichbar ist.
Und darum soll es ok sein, seit Jahren keinen Inflationsausgleich zu bekommen, dafür aber mehr zu arbeiten?
Applaus!

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
18 Tage 21 h

Die Lehrer werden viel zu gut bezahlt. Wenn man den Lehrplan ansieht meines Sohnes dann frage ich mich ob nicht die Lehrer für den Schaden den sir anrichten zahlen müssten!

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
18 Tage 21 h

Wieviel h macht ein Lehrer? Viel zu wenig. Umso mehr sie arbeiten umso weniger Freizeit haben sie und umso mehr Sparen sie.

RS
RS
Grünschnabel
18 Tage 20 h

Werden Sie doch Lehrer! Es fehlen sehr viele, melden Sie sich! Dann verdienen Sie eine Menge Kohle und Ihr Sohn wird endlich bestens belehrt!!!

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 18 h

@ Spiegel Steht im Lehrplan deines Sohnes auch, was der Lehrer außerhalb der Unterrichtszeit macht? Wie etwa Vorbereitung, Aufgaben kontrollieren, Prüfungen vorbereiten, Schularbeiten korrigieren, Sitzungen, Beratungen usw.? Falls ja, kannst du den mal posten?

sixtus
sixtus
Tratscher
19 Tage 2 h

Welche Lehrer jammern nicht? Zu wenig Lohn, zu viele Stunden, bla bla bla. Können sich gerne in der Privatwirtschaft behaupten.

RS
RS
Grünschnabel
18 Tage 20 h

Der Titel des Artikels ist nicht korrekt! Genau die gleiche Ausbildung wird nämlich auch von den Lehrpersonen der Mittelschule durchlaufen, sofern diese in Italien studieren, wo es bekanntlich kein Lehramtsstudium (wie im Ausland) gibt. Ich bitte um die Richtigstellung der Überschrift, damit die mündigen Leser auch über die Mittelschullehrer korrekt informiert sind!
Danke.

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