Freier Zugang zum britischen Arbeitsmarkt für EU-Arbeitskräfte endet

London beschloss Ende der Freizügigkeit für EU-Arbeitskräfte

Dienstag, 19. Mai 2020 | 07:22 Uhr

Dreieinhalb Monate nach dem Brexit hat das britische Unterhaus das Gesetz zur Beendigung der Freizügigkeit für europäische Arbeitskräfte verabschiedet. Der Gesetzentwurf wurde am Montagabend mit den Stimmen der konservativen Mehrheit gebilligt. 351 Abgeordnete stimmten für die Vorlage, 252 dagegen.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab Jänner 2021 Arbeitskräfte aus der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz nicht mehr freien Zugang zum britischen Arbeitsmarkt haben. Großbritannien war am 31. Jänner nach 47 Jahren Mitgliedschaft aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende läuft jedoch eine Übergangsphase, in der das Land noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion bleibt. Die EU-Regeln gelten bis dahin weiter.

Welche Kriterien ab Anfang 2021 für die Zuwanderung europäischer Arbeitskräfte nach Großbritannien gelten sollen, wird in dem Gesetzentwurf nicht präzisiert. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte jedoch bereits im Februar ein Punktesystem präsentiert, das Arbeitskräften mit besonderen Qualifikationen den Vorzug gibt.

Innenministerin Priti Patel sagte am Montag, das neue Zuwanderungssystem werde “tragfähiger, fairer und einfacher” sein. Es werde eine “wesentliche Rolle” bei der Genesung der britischen Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie spielen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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7 Kommentare auf "London beschloss Ende der Freizügigkeit für EU-Arbeitskräfte"


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Elmarchi
Elmarchi
Grünschnabel
9 Tage 17 h

Beneidenswert …

M_Kofler
M_Kofler
Superredner
9 Tage 13 h

Ja beneidenswert, das ist schon eine TOP Regierung .. zuerst den BREXIT eingebrockt ohne klarem Konzept, hinauszögern bis zum St.-Nimmerleinstag.
Auch für die jetzige Situation, dass GB härter betroffen ist als das Ursprungsland in Europa, Italien, und dass sie noch länger betroffen sein werden, kann Herr Johnson und seine Regierung gerade stehen.
Beneidenswert, die Briten.

Blackadder
Blackadder
Grünschnabel
9 Tage 18 h

Meine UrUrUralttante Jane Austen-Blackadder hat 1813 ihr berühmtes Buch “Pride and Prejudice” publiziert. Haette sie jetzt gelebt wuerde das Buch wohl “Sane and Insanity” heißen.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
9 Tage 14 h

Dann haben die Briten ja gar keine Fachkräfte mehr

Dublin
Dublin
Kinig
9 Tage 13 h

…dann können sie ihre Klos selber putzen…
😂

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
9 Tage 13 h

@Dublin….dafür haben sie ja genügend Fachkräfte

brunner
brunner
Superredner
9 Tage 14 h

Typisch Engländer……zuerst sie…dann alle anderen…..auch in der EU zahlten sie wenig( da war und ist Deutschland die Melkkuh)…aber anschaffen wollten immer sie

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