Maas wird von seinem US-Kollegen Mike Pompeo begrüßt

Maas sorgt sich um transatlantisches Verhältnis

Donnerstag, 24. Mai 2018 | 06:37 Uhr

Der Streit über das Atomabkommen mit dem Iran könnte nach Ansicht des deutschen Außenministers Heiko Maas (SPD) zu einer Belastung für das transatlantische Verhältnis werden. Der Dialog mit der US-Regierung über das Thema werde sich “schwierig” gestalten, sagte Maas am Mittwoch nach einem Treffen mit dem Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, in Washington.

“Wir machen uns, was den weiteren Weg angeht, durchaus Sorgen um das transatlantische Verhältnis”, meinte Haas wörtlich. Die USA seien aber weiterhin ein “wichtiger Partner”, betonte der Minister. Daher sei vereinbart worden, in einem “offenen Dialog” zu bleiben.

Er habe bei dem Gespräch mit Bolton nochmals “in aller Deutlichkeit” den Willen der deutschen Bundesregierung und ihrer europäischen Partner bekräftigt, an dem Abkommen festzuhalten, sagte der Außenminister. “Wir wollen keine Verbreitung von Nuklearwaffen in unserer erweiterten Nachbarschaft.” Es müsse alles dafür getan werden, “dass auch der Iran in diesem Abkommen bleibt”.

Anschließend kam Maas mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo zusammen. Das deutsche Auswärtige Amt teilte mit, Maas habe auch bei diesem Treffen erklärt, dass die Europäer weiter am Atomabkommen mit Iran festhalten werden. Trotz unterschiedlicher Positionen müssten beide Seiten im Gespräch bleiben.

US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai den Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen und die Wiedereinsetzung der US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verkündet. Trump fordert ein neues, umfassenderes Abkommen mit Teheran. Pompeo hatte zu Wochenbeginn “die stärksten Sanktionen in der Geschichte” gegen den Iran angekündigt.

Von: APA/ag.