Macron stimmt sich mit Briten ab

Macron plädiert für UNO-Schutzzone in Kabul

Sonntag, 29. August 2021 | 23:12 Uhr

Frankreich und Großbritannien wollen sich am Montag bei den Vereinten Nationen für die Schaffung einer “sicheren Zone” in der afghanischen Hauptstadt Kabul einsetzen, um humanitäre Einsätze fortsetzen zu können. Das kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einem Interview mit der Sonntagszeitung “Journal du Dimanche” an. Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats – Frankreich, Großbritannien, die USA, Russland und China – beraten am Montag über Afghanistan.

London und Paris arbeiten laut Macron an einem Resolutionsentwurf, der darauf abziele, eine geschützte Zone “unter Kontrolle der UNO in Kabul zu definieren”. Dies könne einen UN-Rahmen für Notfälle schaffen, Zuständigkeiten klären und “es der internationalen Gemeinschaft erlauben, Druck auf die Taliban aufrechtzuerhalten”, sagte Macron.

Die internationale Evakuierungsmission, die nach der Machtübernahme der Taliban Mitte August eingeleitet wurde, um Ausländer und gefährdete Afghanen auszufliegen, geht zu Ende. Frankreich beendete seine Evakuierungsflüge am Freitag, Großbritannien am Samstag. Nach Angaben der USA haben mehr als 112.000 Menschen über die von den USA koordinierte Luftbrücke verlassen.

Von: APA/AFP

Kommentare

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10 Kommentare auf "Macron plädiert für UNO-Schutzzone in Kabul"


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Zugspitze947
19 Tage 5 h

DAS wäre eine gute Lösung müsste aber gut abgesichert werden ! 👌

saggarnixmehr
saggarnixmehr
Grünschnabel
19 Tage 18 h

der kapiert es immer noch nicht, ihr habt da nix zu suchen und die menschen dort sollte man in der region lassen wo sie kulturell hinpassen und nicht uns aufhalsen.

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
18 Tage 20 h

…ja lasst doch endlich die Finger von Kabul…
😝

quilombo
quilombo
Superredner
19 Tage 23 h

zuerst großklotzig einmarschieren und alles kurz und klein hacken, und jetzt herumbasteln

Peerion
Peerion
Tratscher
19 Tage 21 h

Es ist wichtig, dass da genügend humanitäre Hilfe geleistet wird, ansonsten gibt es wie aus Syrien einen Massenexodus, und alle möglichen Leute in Europa regen sich dann wieder über Migration auf.

inni
inni
Superredner
19 Tage 19 h

Für einen Exodus ist Europa weiter entfernt und schwieriger zu erreichen als die angrenzenden Staaten China, Pakistan, Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan.

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
19 Tage 21 h

hoi… und das merkl regime nicht dabei… sell isch a wunder

Peerion
Peerion
Tratscher
19 Tage 17 h

Die Taliban sind zur Hälfte pakistanische Paschtunen, zur anderen Hälfte sind sie afghanische. Die werden von Pakistan und seinem berüchtigten Geheimdienst unterstützt.
Pakistan macht langfristig alles, um das mehrheitlich paschtunische Territorium Afghanistans heim zu holen. Die waren mit der Durand-Linie von 1893 nie glücklich.
Mit etwas Glück halbiert sich das Land in einen gemässigten Norden (Mazar-i-Sharif, Kunduz) und einem islamischen Emirat im Zentrum und im Süden. Das alles natürlich mit der Unterstützung Chinas, das um jeden weiteren Ast ihrer neuen Seidenstrasse froh ist.

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
19 Tage 21 h

…besser weg aus diesem Nicht-land…

Buecherwurm
Buecherwurm
Grünschnabel
19 Tage 20 h

Zitat: “Druck auf die Taliban aufrechtzuerhalten”, sagte Macron.”

Das
werden die Taliban sich nicht bieten lassen, ausserdem will man über
diesen Brückenkopf den IS in Afghanistan mit Waffen und Sprengstoff
versorgen.

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