Der Angreifer soll "Allahu Akbar" gerufen haben

Mann nach Angriff auf Soldaten in Brüssel erschossen

Samstag, 26. August 2017 | 09:38 Uhr

Der Mann, der am Freitagabend in Brüssel eine Messerattacke auf Soldaten verübt hat, ist seinen Schussverletzungen erlegen. Der Angreifer sei tot, sagte eine Sprecherin der belgischen Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP. Die Staatsanwaltschaft gehe von einem “terroristischen Angriff” aus. Der Mann habe während des Angriffs “Allahu Akbar” (arabisch: Gott ist groß”) gerufen.

Der 30-jährige Somalier hat im Zentrum von Brüssel die beiden Soldaten mit einem Messer verletzt. Die Soldaten seien nicht in Lebensgefahr. Das belgische Krisenzentrum ergänzte, die Lage sei unter Kontrolle.

“Soldaten haben eine Person neutralisiert”, teilte das Zentrum auf Twitter mit. Der Hintergrund des Angriffs war zunächst unklar. Doch herrscht in Belgien die zweithöchste Terrorwarnstufe. Brüssel war im März 2016 Ziel schwerer islamistischer Anschläge. Damals hatten sich Selbstmordattentäter in der U-Bahn und am Flughafen in die Luft gesprengt und 32 Menschen getötet. Auf öffentlichen Plätzen und in der U-Bahn patrouilliert immer noch regelmäßig Militär.

Der Angreifer ging nach offiziellen Angaben gegen 20.15 Uhr am Boulevard Emile Jacqmain in der Innenstadt auf die Soldaten los. Diese waren zu dritt unterwegs, wie der örtliche Bürgermeister Philippe Close der Nachrichtenagentur Belga sagte. “Der Mann wurde schnell neutralisiert.” Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft eröffneten die Soldaten das Feuer. Die beiden Militärangehörigen wurden im Gesicht und an der Hand verletzt, wie die Sprecherin sagte. Der Angreifer sei bisher nicht wegen terroristischer Aktivitäten bei der Polizei bekannt gewesen. Zur Identität sagte die Sprecherin nur, er habe nach ersten Erkenntnissen nicht die belgische Staatsangehörigkeit.

Ministerpräsident Charles Michel meldete sich ebenfalls über Twitter zu Wort und bekundete seine Unterstützung für das belgische Militär. Die Sicherheitskräfte blieben wachsam, schrieb er.

Von: APA/dpa