Die Lage für die Flüchtlinge in der Ostägäis wird immer schlimmer

Mehr als 20.000 Flüchtlinge auf den Ägäisinseln

Montag, 10. September 2018 | 16:14 Uhr

Die Lage in den griechischen Aufnahmelagern in der Ostägäis wird für Flüchtlinge und Migranten immer kritischer. Inzwischen seien dort mehr als 20.000 Menschen untergebracht, teilte das Migrationsministerium in Athen am Montag mit. Die Lager auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos haben aber nur eine Aufnahmekapazität für 6338 Menschen.

Als im März 2016 das Abkommen EU-Türkei zur Rückführung der Migranten in Kraft trat, lebten in den Lagern der Ägäisinsel etwa 5.800 Menschen. Am schlimmsten ist die Lage im Lager von Moria auf Lesbos. Dort harren 8.780 Flüchtlinge aus. Das Lager hat aber nur Platz für 3.000 Menschen. “Wir geben dem Staat noch 30 Tage. Dann werden wir das Lager schließen”, sagte die Regionalgouverneurin der Region dieser Inseln, Christiana Kalogirou, am Montag im Rundfunk. Die Abwässer flössen bereits auf die umliegenden Felder. Es stinke fürchterlich, berichteten Mitarbeiter humanitärer Organisationen.

Migrationsminister Dimitris Vitsas hatte vergangene Woche die Lage als “grenzwertig” charakterisiert. Nach Angaben des Ministers wurden zwischen dem 1. Mai und Ende August bereits 3.950 Flüchtlinge zum griechischen Festland gebracht. Im gleichen Zeitraum seien aber 5.450 neue Migranten aus der Türkei angekommen.

Zuvor hatte Bürgermeister von Lesbos Spyros Galinos in einem Brandbrief an den Migrationsminister gewarnt: Die Geduld der Einwohner habe “ihre Grenzen erreicht”, es drohe eine “soziale Explosion.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Mehr als 20.000 Flüchtlinge auf den Ägäisinseln"


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aristoteles
aristoteles
Tratscher
9 Tage 19 h

die werden sie wohl hoffentlich aufnehmen

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
9 Tage 19 h

Deutschland wird schon irgendeinen Weg finden . Rot Grün ist dabei bestimmt behilflich.

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