"Grenze des Erträglichen wird oft überschritten"

Meran schränkt Straßenkunst ein

Dienstag, 28. Juni 2022 | 16:50 Uhr

Meran – Mit einer eigenen Anordnung, die heute die Meraner Vizebürgermeisterin Katharina Zeller unterzeichnet hat, wurden einige vorübergehenden Änderungen bei den Uhrzeiten und Standorten für Auftritte von Straßenkünstler vorgenommen.

Die Maßnahmen, die ab sofort und bis zum Inkrafttreten der neuen Verordnung gelten, sind folgende:

An der Kreuzung zwischen der Laubengasse, der Sparkassen- und der Galileistraße sind akustische Darbietungen untersagt. Alle anderen Vorführungen sind dort hingegen erlaubt, allerdings nur in dem in der Verordnung angegebenen Zeitraum (zwischen 10.00 und 23.00 Uhr mit einer Unterbrechung von 13.00 bis 15.00 Uhr) und für die maximale Dauer von 90 am selben Standplatz.
In der Sparkassenstraße – an der Kreuzung mit der Freiheitsstraße – sind Tonaufführungen nur nach 17.00 Uhr und an Samstagen und Sonntagen unter Einhaltung der oben genannten Zeitgrenzen gestattet.

“In den letzten Wochen”, betonte Zeller, “hat der Zustrom von Touristen und damit auch die Präsenz von Straßenkünstler in Meran stark zugenommen. Im zentralen Bereich der Sparkassen-/Galileistraße herrscht derzeit reger Betrieb und vor allem in der Nähe der Kreuzung mit der Laubengasse treten oft Künstler auf, so dass es auf der öffentlichen Straße zu Staus und Ansammlungen kommt. Durch die hohe Lautstärke der Musikdarbietungen und die ständige Wiederholung von Liedern über die Grenze des Erträglichen hinaus wir die öffentliche Ruhe gestört”, betonte Zeller.

“In letzter Zeit sind zahlreiche Beschwerden über die ständige Beschallung durch Straßenkünstler im genannten Stadtbereich eingegangen. Hier befinden sich unter anderem zahlreiche Büros und Gewerbebetriebe, die eine Beeinträchtigung des städtischen Lebensgefühls beklagen. Die mit dieser Verordnung beschlossenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Lebensqualität in der Stadt zu gewährleisten, insbesondere das Ruhebedürfnis der Anwohner sowie auch der Geschäftstreibenden in dieser sensiblen Zone zu schützen”, so Zeller abschließend.

Die derzeit gültige Verordnung zur Förderung und Regelung der Straßenkunst im Meraner Gemeindegebiet stammt aus dem Jahr 2016. Das Kulturreferat hat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt mit der Aufgabe, das Dokument unter Berücksichtigung der veränderten Bedürfnisse zu überarbeiten.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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10 Kommentare auf "Meran schränkt Straßenkunst ein"


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PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Man sollte diese sogenannte Strassenkunst generell verbieten.

Nordler
Nordler
Grünschnabel
1 Monat 16 Tage

Und warum, bitte??

Faktenchecker
1 Monat 16 Tage

Rückständiges Südtirol. Schlimmer als die Piefkes.

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 16 Tage

Mir wäre lieber es wären weniger Taschenkünstler unterwegs!Die schon rauben uns die Ruhe!

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Tratscher
1 Monat 16 Tage

Wenn man erst mal die organisierten Bettler vertreiben würde, denke ich daß Straßenkünster das kleinste Problem sind.
Aber anscheinend sind die Menschen langsam so krank, daß sie nicht mal mehr Strassenkünster aushalten können. Bedenklich und traurig “

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 16 Tage

logo, vollkommen richtig die Bettler nerven und sind eine Organisation! Wenn die Leute nichts geben würden wäre das gelöst! Sind alle stramme Burschen, sollen arbeiten gehen!

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Meran hätte andere Probleme…..

Freesia
Freesia
Grünschnabel
1 Monat 16 Tage

Natürlich kommt diese Änderung nachdem das Asfaltart Festival zu Ende gegangen ist 😏

Norbi
Norbi
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Auftritte von Straßenkünstler ist laut VB das Problem dachte immer es waren jugendliche. OK wohn ja nicht dort also kann ich das auch nicht wissen. 

So ist das
1 Monat 16 Tage

Gut dass man das Problem der Jugendbanden schon gelöst hat und man jetzt die echten Probleme angeht 🤭🤭🤭

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