Derzeit marschieren Tausende Menschen in Richtung USA

Mexikanische Polizei stoppte Migranten-Karawane

Samstag, 27. Oktober 2018 | 17:24 Uhr

Im Süden von Mexiko hat die Polizei die Karawane mit Tausenden Migranten aus Mittelamerika vorerst gestoppt. Beamte blockierten am Samstag die Landstraße zwischen den Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca im Süden des Landes, wie die Zeitung “Milenio” berichtete. Ziel sei es, den Migranten das Hilfsangebot der Regierung genau zu erklären, sagte ein Polizeisprecher.

Zuvor hatte Mexikos Regierung den Menschen aus Mittelamerika Unterstützung angeboten. “Wir wollen, dass du und alle Migranten sich sicher und geschützt fühlen”, sagte Präsident Enrique Pena Nieto am Freitag in einem an die Migranten gerichteten Video. Die Mittelamerikaner sollen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und arbeiten dürfen. Zunächst lehnten die Migranten das Angebot allerdings ab.

Derzeit marschieren Tausende Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala durch Mexiko in Richtung USA. Die Menschen fliehen vor der Gewalt durch Jugendbanden und der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region. US-Präsident Donald Trump hat bereits angekündigt, sie nicht ins Land lassen zu wollen.

Voraussetzung für Mexikos Angebot ist, dass die Migranten in den südlichen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca bleiben und einen Antrag auf legale Einreise oder einen Asylantrag stellen. “Wir wissen, dass du eine Chance suchst, dass du ein neues Zuhause aufbauen und eine bessere Zukunft für deine Familie und deine Lieben willst. Heute reicht dir Mexiko die Hand”, sagte Pena Nieto.

Er rief die Mitglieder der sogenannten Migranten-Karawane auf, sich zu registrieren und um einen Aufenthaltstitel zu bemühen. “Dieses Programm richtet sich nur an jene, die sich an die mexikanischen Gesetze halten”, sagte der Präsident.

Bisher gab es den Behörden zufolge nur etwa 1.700 Anträge. Viele Mittelamerikaner wollen in die USA, weil sie dort bereits Angehörige haben. Zudem erhoffen sie sich bessere Verdienstmöglichkeiten als in Mexiko.

Zuvor hatte die mexikanische Polizei im Süden des Landes Dutzende Migranten in Gewahrsam genommen. Sie hätten am Freitag illegal den Grenzfluss Suchiate zwischen Guatemala und Mexiko überquert, teilten die Behörden mit. Nach offiziellen Angaben wurden sie zu einem Büro der Einwanderungsbehörde in der Stadt Tapachula gebracht, wo sie Asylanträge stellen könnten.

US-Präsident Donald Trump hatte mehrmals betont, dass sie keine Chance auf eine Einreise in die Vereinigten Staaten hätten. Notfalls solle das Militär sie an der Grenze stoppen. Verteidigungsminister James Mattis bewilligte am Freitag Unterstützung für den Grenzschutz. Dabei geht es nach Angaben des Pentagons um logistische Hilfe wie das Errichten von Zäunen oder den Transport von Grenzschützern. Derzeit befinden sich bereits 2.100 Mitglieder der Nationalgarde an der Grenze, die ebenfalls logistische Unterstützung für die Grenzschützer leisten.

Trump hat die Migranten immer wieder zum Thema im Wahlkampf vor den Kongresswahlen gemacht und die Lage stark überzeichnet. Er sprach von einem “Angriff auf unser Land”. Zuletzt behauptete er außerdem, unter den Migranten seien auch Menschen aus dem Nahen Osten und insinuierte damit unlautere Motive für deren Marsch in Richtung USA. Belege dafür lieferte er nicht.

Berichten zufolge erwägt der US-Präsident, wegen der Gruppe von Migranten einen “nationalen Notstand” zu erklären und ihnen Asyl zu verweigern. Es ist nicht klar, ob das mit amerikanischem oder internationalem Recht vereinbar wäre. Die “New York Times” berichtete, Trump wolle seine Pläne am kommenden Dienstag in einer Rede darlegen. Das wäre genau eine Woche vor den wichtigen Kongresswahlen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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20 Kommentare auf "Mexikanische Polizei stoppte Migranten-Karawane"


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traktor
traktor
Universalgelehrter
23 Tage 1 h

wahnsinn.
es ist logisch das kein land diese karawane aufnehmen kann-will

typisch
typisch
Universalgelehrter
22 Tage 23 h

warum ließ man trump nicht die mauer bauen?

m69
m69
Kinig
22 Tage 22 h

@typisch 

das sehe ich nicht so!

Mauer sollte es nirgends geben aber “gerechte Regeln”!

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
22 Tage 8 h

@typisch
Wer soll die bezahlen?

typisch
typisch
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

@Waltraud
aus solarplatten, zahlt sich aleine ab und ist umweltfreundlich, so trump

falschauer
falschauer
Tratscher
19 Tage 22 h

@typisch das ist eine sehr einfache und einfältige denkweise, mauern trennen und lösen nicht das problem

m69
m69
Kinig
22 Tage 23 h

ivo wo bist Du? 

lass Sie bei dir zu Hause leben! Das ist deren Recht! 😉

widder52
widder52
Grünschnabel
22 Tage 20 h

und wenn du unte der gruppe warsch? denkasch a asso wio jetz????

typisch
typisch
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

@widder52
wenn wenn und wenn man der kaiser von china wäre, würde man auch so denken?

typisch
typisch
Universalgelehrter
22 Tage 23 h

das schaut ja gleich aus so wie vor ein paar jahren an den grenzen europas

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
22 Tage 22 h

Gut erkannt, ich glaube das hier ein System dahintersteckt. Zu viele Übereinstimmungen. Man will alle Grenzen der Welt abschaffen und somit das totale Chaos und Bürgerkriege heraufbeschwören.

genau
genau
Universalgelehrter
22 Tage 6 h

Ja ich finde das schon irgendwie aufällig

Karat
Karat
Grünschnabel
22 Tage 23 h

Bald erlebt nun also auch Trump seinen Merkel-Moment.

hoglsturm
hoglsturm
Tratscher
22 Tage 22 h

und mocht hoffentlich das richtige

Karat
Karat
Grünschnabel
22 Tage 11 h

@hoglsturm
Richtig! Im anderen Falle wäre Trump politisch erledigt.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
22 Tage 21 h

Nunja, ich wüsste schon wie diese Invasoren freiwillig die Rückreise antreten!
Ich mein nur weil es bei ihnen daheim nicht so toll ist, rechtfertigt das nicht in fremde Länder einzudringen!
Diese „Flüchtlinge“ könnten ja auch ihre Energie zuhause investieren und die kriminellen Jugendbanden in die Wüste schicken!

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
23 Tage 1 Min

Das wird keine schónen bilder an der grenze geben…..das ist nicht merkelland,die die unschönen bilder lieber im land hat als an den grenzen.

Ralph
Ralph
Superredner
22 Tage 22 h

Die Menschen aus dieser Region sind großteils Christen. Somit ist Integration leichter

nok
nok
Tratscher
22 Tage 3 h

wer ist Schuld?

typisch
typisch
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

linksradikale

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