Freude über eine gelungene Flucht

Migrant bei Massenansturm auf Exklave Melilla gestorben

Sonntag, 21. Oktober 2018 | 16:13 Uhr

Bei einem neuen Massenansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla ist ein Migrant ums Leben gekommen. Mehr als 300 Afrikaner hätten am Sonntag von Marokko aus versucht, die rund sechs Meter hohen Grenzzäune zu überwinden, teilte die Vertretung der spanischen Regierung in Melilla mit. 200 sei es gelungen, EU-Gebiet zu erreichen.

An dem Massenansturm hatten sich den Berichten zufolge gegen 9.00 Uhr Früh vor allem junge Männer aus Ländern südlich der Sahara beteiligt. Diejenigen, denen die Überwindung der Grenzzäune gelungen sei, seien sofort ins Erstaufnahmezentrum (CETI) gebracht worden. Sie hätten lautstark gejubelt und unter anderem “Bossa, bossa, bossa” (Sieg, Sieg, Sieg) skandiert, berichtete die Zeitung “El Mundo”. Das Todesopfer ist nach ersten Erkenntnissen einem Herzstillstand erlegen. Außerdem wurden 19 Migranten verletzt.

Erst am Samstag hatte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska in Madrid seinen marokkanischen Amtskollegen Abdelouafi Laftit empfangen, um “vor allem über den Migrationsdruck” zu sprechen. Spanien und die EU wollen die Zusammenarbeit mit Marokko verbessern, um – wie das Madrider Innenministerium betonte – “eine legale und geordnete Einwanderung” zu erreichen. Madrid und Marokko setzten auf eine “Kooperation von gleich zu gleich.”

Der letzte erfolgreiche Massenansturm war im Juli in der zweiten Nordafrika-Exklave Spaniens, Ceuta, registriert worden. Damals hatten mehr als 600 Migranten spanisches Gebiet erreicht. Ein Polizeisprecher erzählte, die Migranten seien dabei “brutal wie noch nie zuvor” vorgegangen. Sie hätten die Grenzbeamten unter anderem mit selbstgebauten Flammenwerfern und mit Branntkalk, der beim Kontakt mit der Haut Verätzungen verursacht, attackiert.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der beiden Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara einer Gelegenheit, in die EU zu gelangen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Migrant bei Massenansturm auf Exklave Melilla gestorben"


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zombie1969
zombie1969
Superredner
27 Tage 26 Min

Ich bin nur froh und beruhigt, weil ich weiss, das sie niemals in unserem Dorf einfallen werden. Und in die grosse Stadt fährt man nur noch schnell einkaufen, tanken und wieder weg. Viel Spass mit den neuen Mitbürgern.

p.181
p.181
Grünschnabel
26 Tage 21 h

@zombie1969

Das bezweifle ich stark, dass es irgendein Dorf geben wird, in welches die nicht angesiedelt werden. Der Plan sieht anders aus.

m69
m69
Kinig
27 Tage 50 Min

die Spanischen  Linken u. Grünen werden mitjubeln! ole´ 

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
26 Tage 22 h

Wenn 300 Leute gewaltsam eine Grenze stürmen,ist das nicht ein verteidigungsfall???

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