Frauen und Kinder als Vorhut eingesetzt

Migranten wollen nach Mitteleuropa marschieren

Freitag, 05. April 2019 | 13:09 Uhr

Hunderte Migranten haben erneut versucht, Polizeisperren vor einem Flüchtlingslager nahe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki zu durchbrechen. Ihr Ziel ist es, Richtung Mitteleuropa zu marschieren. Dabei kam es zu Rangeleien mit der Bereitschaftspolizei, wie das griechische Fernsehen am Freitag berichtete. Die Polizei kritisierte, dass Frauen und Kinder als eine Art Vorhut eingesetzt werden.

Bereits am Vortag hatten rund 500 Migranten versucht, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Einige schleuderten Steine auf die Beamten. Die Bereitschaftspolizei setzte Pfefferspray ein.

Die Idee vom Marsch gen Norden soll durch das Internet verbreitet worden sein. Demnach soll die Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien für Migranten aufgemacht werden, wenn sich Migranten massenweise dorthin begeben. Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte davor, solchen Gerüchten zu glauben.

Während des Höhepunkts der Migrationskrise war entlang der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien ein Grenzzaun gebaut worden. Dieser steht noch und wird überwacht. Die damalige Balkan-Route führt von Griechenland über Nordmazedonien, Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa.

Von: APA/dpa

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