Zuletzt kamen vermehrt Migranten über das Meer nach Spanien

Migrationsexperte für Flüchtlingszentrum in Spanien

Montag, 30. Juli 2018 | 06:27 Uhr

Der Vordenker des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei, Gerald Knaus, hat ein Aufnahmezentrum für Migranten in Spanien vorgeschlagen. “Derzeit kommen mehr Menschen über das Meer nach Spanien als nach Italien”, sagte der österreichische Politikberater der Zeitung “Die Welt”. Allein von Freitag bis Sonntag brachte die spanische Seenotrettung mehr als 1.400 Bootsflüchtlinge in Sicherheit.

Es bestehe die Chance auf einen Durchbruch, “dazu brauchen wir eine Koalition betroffener Staaten, die zeigen, wie praktische Lösungen aussehen können”, forderte Knaus, und weiter: “Warum richten Deutschland, Frankreich und die Niederlande nicht gemeinsam mit Madrid ein Aufnahmezentrum in Spanien ein?”

Dort sollten Asylentscheidungen ähnlich wie in den Niederlanden innerhalb weniger Wochen getroffen werden und unabhängige Anwälte faire Verfahren sichern. Anerkannte Flüchtlinge könnten auf Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande verteilt werden. Wer abgelehnt werde, müsse sofort in die Herkunftsländer zurück.

Dafür brauche es Abkommen mit den wichtigsten Herkunftsländern in Afrika, sagte der Migrationsforscher. “Wenn diese helfen, ab einem Stichtag jeden sofort zurückzunehmen, der keinen Schutz braucht, würden Kontingente für legale Migration in Form von Arbeitsvisa oder Stipendien zugesagt.”

Der Österreicher und Chef der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI) forderte die Regierung in Berlin auf, die Initiative zur Lösung der europäischen Migrationskrise zu ergreifen. In Deutschland gebe es “eine Mehrheit für die Unterstützung von wirklich Schutzbedürftigen”. Diese Mehrheit suche derzeit eine Politik, die auch Kontrolle verspreche, so Knaus.

Der Schwerpunkt der Flüchtlingskrise im Mittelmeer hatte sich zuletzt immer stärker nach Spanien verlagert. Die spanische Regierung forderte am Wochenende eine europäische Lösung und mehr Beistand der EU-Partner.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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9 Kommentare auf "Migrationsexperte für Flüchtlingszentrum in Spanien"


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Staenkerer
21 Tage 10 h

italien hots drei johr *fost stillschweigend ertrogn, des *fost isch ignoriert wordn, schaugn obs spanien a drei johr klaglos mitmocht und schaugn ob de a prommt zum bösewicht der eu wern wenn se protestiern und sich dagegn zur wer setzn?

Rechner
Rechner
Superredner
21 Tage 13 h

Es gibt keine Abkommen mit den Herkunftsländer. So lange es die nicht gibt braucht man nicht über Lager zu diskutieren. Wie lange werden die Leute dann eingesperrt. Für immer?
Des weiteren sieht man die Erpressbarkeit die entsteht.
Marokko könnte das unterbinden. Hätte aber gern etwas mehr “Liebe” von Europa.
Und so wird es früher oder später auch Libyen wieder machen.

oli.
oli.
Universalgelehrter
21 Tage 8 h

Die wollen alle weiter Richtung Norden , da gibt es von allen mehr .
Wenn Spanien / Frankreich die Grenzen nicht zu macht gibt es eine neue Wanderung nach Norden.

Wie soll Europa die ganze Welt aufnehmen und retten , wenn nicht mal in der EU ein miteinander ist.

gwin
gwin
Tratscher
21 Tage 1 h

europa muss nicht die ganze welt retten. schau dir das einwanderungsgesetz von kanada an. hast du schon getan? das ist top intressant.

Pork
Pork
Tratscher
20 Tage 8 h

@gwin,
das Einwanderungsgesetz von Australien ist wesentlich besser.

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
21 Tage 3 h

Jetzt wird halt spanien gestürmt….solange sich europa nicht traut seine grenzen zu verteidigen,wären die ja schón blód wenn sie das nicht ausnutzen würden.

Rechner
Rechner
Superredner
20 Tage 22 h

@spitzpassauf erklär uns dein verteidigen?
Von Marokko bist du in 30 Min in Spanien. Wenn du nicht jemanden an Land hast der dir Hilft kannst du das vergessen.
Aber kläre uns auf

Spitzpassauf
Pork
Pork
Tratscher
20 Tage 7 h

Spitzpassauf,
das sind ja schreckliche Aussichten.

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