Gefechte in drei afghanischen Provinzen

Mindestens 14 Sicherheitskräfte in Afghanistan getötet

Montag, 17. September 2018 | 10:35 Uhr

Bei Gefechten in drei afghanischen Provinzen sind in der Nacht auf Montag mindestens 14 Sicherheitskräfte getötet worden. In der westlichen Provinz Farah wurden bei einem Überfall der radikalislamischen Taliban auf einen Kontrollposten im Bezirk Pusht Rod mindestens sieben Polizisten getötet und zwei verletzt, wie der Provinzrat Khair Mohammed Nurzai sagte.

Die Taliban hätten bei dem Überfall die gesamte Ausrüstung erbeutet und danach den Kontrollposten angezündet. In der westlichen Provinz Badghis überfielen Taliban-Kämpfer mehrere Kontrollposten im Bezirk Kala-e Nau. Dabei seien mindestens vier Polizisten, darunter ein Kommandant, getötet worden, sagte der Provinzrat Abdullah Afsali. Acht weitere Polizisten seien bei den mehrstündigen Kämpfen verwundet worden. Laut dem Provinzrat Mohammed Nazir Nazari wisse man zudem nichts über den Verbleib von weiteren acht Polizisten.

In der zentralen Provinz Wardak wurden ebenso bei einem Angriff auf einen Kontrollposten im Bezirk Jak mindestens drei Soldaten getötet, sagte der Sprecher der Provinzregierung, Abdul Rahman Mangal.

In den vergangenen Monaten haben die Taliban ihre Angriffe auf Sicherheitsposten und Militärbasen massiv verstärkt. Präsident Ashraf Ghani forderte kürzlich seine Generäle dazu auf, die Sicherheitskräfte in größeren Einheiten zusammenzulegen und kleinere Kontrollposten, die sich kaum verteidigen können, aufzugeben.

Von: APA/dpa