Teil eines Taliban-Plans

Mindestens 17 Sicherheitskräfte in Afghanistan getötet

Sonntag, 10. Februar 2019 | 11:31 Uhr

Radikalislamische Taliban haben bei Angriffen in mehreren Provinzen Afghanistans binnen 48 Stunden mindestens 17 afghanische Sicherheitskräfte getötet. Mindestens drei Soldaten starben bei einem Talibanangriff auf einen Kontrollpunkt in einem Vorort der Stadt Sar-i Pul in der gleichnamigen Provinz im Norden, wie zwei Provinzratsmitglieder der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagten.

Der Vorfall am Samstag sei Teil eines Taliban-Plans gewesen, verschiedene Bezirke und sowie die Provinzhauptstadt anzugreifen. Dieser sei aber gescheitert. Bei einem weiteren Angriff auf zwei Kontrollpunkte im Bezirk Sayad in derselben Provinz wurden am Freitagabend den Angaben zufolge mindestens acht Polizisten getötet. Fünf weitere wurden verletzt.

Ebenfalls am Freitagabend kamen in der Provinz Fara im Westen des Landes sieben Polizisten bei einem Talibanangriff ums Leben. Zwölf weitere Polizisten wurden von den Islamisten als Geiseln genommen.

Die Taliban haben ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen in Afghanistan in den vergangenen Monaten verstärkt. Truppen der afghanischen Regierung sowie der USA weiteten ihre Einsätze gegen militärische Befehlshaber der Taliban aus.

Die US-Regierung hofft, dass noch vor der Präsidentenwahl in Afghanistan im Juli ein Friedensabkommen mit den Taliban zustande kommt. In einer bedeutenden Änderung ihrer Politik hatten die USA im vergangenen Sommer direkte Gespräche mit den Taliban aufgenommen, um den seit 17 Jahren währenden Konflikt in Afghanistan zu beenden. Die jüngste Gesprächsrunde endete vor zwei Wochen.

Von: APA/dpa

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