Bei dem Autobomben-Anschlag alleine starben mindestens fünf Menschen

Mindestens 19 Tote bei Anschlag und Gefecht in Mogadischu

Freitag, 01. März 2019 | 20:06 Uhr

Bei einem Angriff der islamistischen Al-Shabaab-Miliz in Somalia sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Mindestens 112 weitere Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte vom Freitag bei dem Selbstmordanschlag und dem anschließenden stundenlangen Feuergefecht in der Hauptstadt Mogadischu verletzt. Die USA teilten indes mit, diese Woche mehrere Dutzend Al-Shabaab-Kämpfer getötet zu haben.

Zunächst hatte sich am Donnerstagabend ein Al-Shabaab-Kämpfer mit einer Autobombe vor einem großen Hotel in die Luft gesprengt. Anschließend verschanzte sich ein Kommando islamistischer Kämpfer in einem an das “Maka Al-Mukarama”-Hotel angrenzenden Restaurant und lieferte sich stundenlange Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Nach fast 22 Stunden verkündeten die Behörden am Abend, der “letzte terroristische Angreifer” sei getötet worden.

Die Al-Shabaab-Miliz bekannte sich zu dem Angriff und erklärte, er habe sich gegen Regierungsvertreter gerichtet, die in dem Hotel untergebracht seien. Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen nach dem Autobombenanschlag. Durch die Wucht der Explosion wurden Autos durch die Luft geschleudert und brannten anschließend aus. “Die ganze Gegend stand in Flammen”, beschrieb ein Zeuge den Angriff.

Somalia war nach dem Sturz des Machthabers Siad Barre im Jahr 1991 im Bürgerkrieg versunken. Die islamistische Al-Shabaab-Miliz kontrollierte über Jahre weite Teile des Landes am Horn von Afrika und verübt noch immer regelmäßig schwere Anschläge, vor allem in der Hauptstadt Mogadischu.

Ziel der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Miliz ist der Sturz der von der internationalen Gemeinschaft und einer 20.000 Mann umfassenden Truppe der Afrikanischen Union unterstützten somalischen Regierung.

Wie das US-Afrikakommando (Africom) am Freitag in Washington mitteilte, wurden am Donnerstag bei einem Luftangriff nördlich von Mogadischu in der Provinz Hiran 26 Al-Shabaab-Kämpfer getötet. Bei zwei weiteren US-Angriffen am vergangenen Sonntag und Montag seien 35 beziehungsweise 20 Islamisten getötet worden.

Im Jänner hatten die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben als Antwort auf eine Attacke der Al-Shabaab-Miliz gegen die somalische Armee 52 islamistische Kämpfer getötet.

Von: APA/ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "Mindestens 19 Tote bei Anschlag und Gefecht in Mogadischu"


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zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
18 Tage 1 h

Die Probleme der arabisch-islamischen Welt, die ihren Untergang nicht ausschliessen, sind hausgemacht. Sie steigen aus dem Kadaver, der von der arabischen Zivilisation noch übrig geblieben ist. Interessant auch, dass sich die mörderischen Islamisten nicht über den Unterschied zum “Normalislam” definieren, sondern über die Masse der Gemeinsamkeiten. Interessant, weil es aus der jüngeren Geschichte ein ähnliches Beispiel gibt. Auch die N@zis definierten sich über die Gemeinsamkeiten mit dem deutschen Volksganzen. Für die “Unterschiede” missbrauchten sie die Juden. Der Sieg über den deutschen Faschismus war eine Weltaufgabe in einem Weltkrieg. Bleibt zu hoffen, dass die Welt beim IS und Co. billiger davonkommt.

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