Kämpfe dauern an

Mindestens 26 Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Mittwoch, 10. April 2019 | 15:35 Uhr

Ungeachtet laufender Gespräche zur politischen Beilegung des langwierigen Afghanistan-Konflikts dauern die Kämpfe in dem Land an. Bei Gefechten in mehreren afghanischen Provinzen sind in den vergangenen 48 Stunden mindestens 26 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden.

Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf einen Kontrollposten der Grenzpolizei in der südlichen Provinz Kandahar sind mindestens 20 Angehörige der Regierungskräfte ums Leben gekommen, sagte der Provinzrat Mohammed Jusuf Junisi am Mittwoch.

In der nördlichen Provinz Sar-e Pol griffen Taliban-Kämpfer mehrere Kontrollposten an und töteten dabei mindestens fünf Polizisten, sagte der Provinzrat Asadullah Danish. Bei Feuergefechten in der südöstlichen Provinzhauptstadt Gasni wurde in der Nacht zu Mittwoch mindestens ein Polizist getötet und weitere drei wurden verwundet, sagte der Provinzrat Chalik Dad Akbari.

Die USA bemühen sich seit Sommer des Vorjahres um eine politische Lösung des Konflikts mit den Taliban. Beide Seiten haben nach der jüngsten Gesprächsrunde Mitte März Fortschritte vermeldet. Zuletzt wollten die Taliban erstmals auch Vertreter der Kabuler Regierung bei einer “innerafghanischen Konferenz” im Golfemirat Katar Mitte April akzeptieren.

Bisher lehnten sie das vehement ab, sie betrachten die Regierung als eine Marionette des Westens. Allerdings würden die Abgesandten der Regierung nicht als Delegierte Kabuls gesehen, sondern als Privatpersonen betrachtet. Die Kampfhandlungen in Afghanistan dauern ungeachtet der Fortschritte weiter an.

Von: APA/dpa