Wieder Tote bei Luftangriffen

Mindestens 47 Tote bei russischen Luftangriffen in Syrien

Samstag, 25. Juni 2016 | 19:00 Uhr

Bei russischen und syrischen Luftangriffen im Osten Syriens hat es nach Angaben von Aktivisten am Samstag mindestens 47 Tote gegeben, darunter 31 Zivilisten. Laut der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden dutzende Menschen verletzt. Die Angriffe galten demnach der von der IS-Miliz kontrollierten Stadt Al-Kurijah in der ölreichen Provinz Deir Essor.

Die Leichen von 16 Menschen konnten den Angaben zufolge nicht identifiziert werden. Dadurch lasse sich nicht sagen, ob es sich bei ihnen um IS-Kämpfer oder Zivilisten handelte.

Die Beobachtungsstelle steht den bewaffneten Gegnern des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad nahe. Sie stützt sich nach eigenen Angaben auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind wegen der unübersichtlichen Lage aber nur schwer zu überprüfen.

Russland ist ein Verbündeter der Regierung in Damaskus. Es griff auf deren Seite im vergangenen September militärisch in den Konflikt ein. Seit Beginn des Bürgerkrieges im März 2011 wurden nach UNO-Schätzungen mehr als 280.000 Menschen getötet. Millionen Menschen ergriffen die Flucht.

Von: apa