Löschflugzeuge waren zuletzt im Dauereinsatz

Minister nach Bränden in Griechenland zurückgetreten

Freitag, 28. Juli 2023 | 19:04 Uhr

Von: APA/dpa/AFP

Die griechische Feuerwehr hat eigenen Angaben zufolge die Waldbrände im Land unter Kontrolle gebracht. Derzeit breite sich keiner der Brände mehr aus, die Situation verbessere sich, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die Einsatzkräfte seien aber aufgrund der Wettervorhersagen aber weiterhin auf “dem Kriegspfad gegen die Flammen”.

Zuvor gab es politische Verwürfnisse aufgrund der verheerenden Situation im Land: Der für die griechischen Sicherheitskräfte zuständige Bürgerschutzminister Notis Mitarakis trat am Freitag zurück. Dies teilte das Büro von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis mit. Der Rücktritt sei akzeptiert worden, hieß es. Mitarakis trat nach Berichten griechischer Medien zurück, weil es der griechischen Feuerwehr in den vergangenen zehn Tagen nicht gelungen war, die zahlreichen Wald- und Buschbrände in Griechenland in den Griff zu bekommen.

Zudem war Mitarakis während dieser schweren Krise auf einer griechischen Insel im Urlaub, wie die Athener Zeitung “Kathimerini” am Freitag berichtete.

Die Brände sind in der Zwischenzeit in allen Regionen Griechenlands unter Kontrolle gebracht oder gelöscht worden. Dies teilte am Freitag der griechische Tourismusminister, Vassilis Kikilias, im staatlichen Fernsehen mit. In den vergangenen zehn Tagen sind demnach landesweit 667 Wald- und Buschbrände gezählt worden. Drei tote Bürger seien zu beklagen. Zudem starben zwei Piloten, als ihr Löschflugzeug abstürzte. 74 Feuerwehrleute seien verletzt worden, teilte der Minister weiter mit.

Knapp 50.000 Hektar Wald und Vegetation gingen nach Schätzungen des Athener Observatoriums bisher in Flammen auf. Zehntausende Einwohner und Touristen mussten evakuiert werden.

Verantwortlich für die Feuer seien Brandstifter. In den meisten Fällen sei fahrlässiges Handeln die Brandursache, fügte Kikilias hinzu ohne Details zu nennen. Die Brandgefahr ist nach mehreren Wochen Trockenheit weiterhin groß, hieß es seitens der Meteorologen.

Im mittelgriechischen Nea Anchialos mussten alle Einwohner am Donnerstagabend in einem Radius von drei Kilometer rund um ein Munitionslager in Sicherheit gebracht werden. Einer der Brände hatte dieses Lager erreicht. Dabei kam es zu mehreren Explosionen. Das Personal des Munitionslagers war rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Der Brand sei gelöscht, hatte der Generalstab der griechischen Luftwaffe am späten Donnerstagabend mitgeteilt.

Im Südosten der Ferieninsel Rhodos, rund um Lindos, seien fast alle Brände gelöscht, berichtete der staatliche Regionalsender der Stadt von Rhodos am Freitag in der Früh. Einige wenige Brandherde werden nach und nach beseitigt. Die Einwohner kehrten zurück und fingen mit den Räumungsarbeiten an.

Der Zivilschutz warnte ebenfalls vor einer weiter großen Brandgefahr. In allen Landesteilen werden für die Jahreszeit normale Temperaturen um die 36 Grad erwartet, wie das Meteorologische Amt mitteilte.

Löschflugzeuge waren zuletzt im Dauereinsatz

Minister nach Bränden in Griechenland zurückgetreten

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Von: APA/dpa/AFP

Die griechische Feuerwehr hat eigenen Angaben zufolge die Waldbrände im Land unter Kontrolle gebracht. Derzeit breite sich keiner der Brände mehr aus, die Situation verbessere sich, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die Einsatzkräfte seien aber aufgrund der Wettervorhersagen aber weiterhin auf “dem Kriegspfad gegen die Flammen”.

Zuvor gab es politische Verwürfnisse aufgrund der verheerenden Situation im Land: Der für die griechischen Sicherheitskräfte zuständige Bürgerschutzminister Notis Mitarakis trat am Freitag zurück. Dies teilte das Büro von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis mit. Der Rücktritt sei akzeptiert worden, hieß es. Mitarakis trat nach Berichten griechischer Medien zurück, weil es der griechischen Feuerwehr in den vergangenen zehn Tagen nicht gelungen war, die zahlreichen Wald- und Buschbrände in Griechenland in den Griff zu bekommen.

Zudem war Mitarakis während dieser schweren Krise auf einer griechischen Insel im Urlaub, wie die Athener Zeitung “Kathimerini” am Freitag berichtete.

Die Brände sind in der Zwischenzeit in allen Regionen Griechenlands unter Kontrolle gebracht oder gelöscht worden. Dies teilte am Freitag der griechische Tourismusminister, Vassilis Kikilias, im staatlichen Fernsehen mit. In den vergangenen zehn Tagen sind demnach landesweit 667 Wald- und Buschbrände gezählt worden. Drei tote Bürger seien zu beklagen. Zudem starben zwei Piloten, als ihr Löschflugzeug abstürzte. 74 Feuerwehrleute seien verletzt worden, teilte der Minister weiter mit.

Knapp 50.000 Hektar Wald und Vegetation gingen nach Schätzungen des Athener Observatoriums bisher in Flammen auf. Zehntausende Einwohner und Touristen mussten evakuiert werden.

Verantwortlich für die Feuer seien Brandstifter. In den meisten Fällen sei fahrlässiges Handeln die Brandursache, fügte Kikilias hinzu ohne Details zu nennen. Die Brandgefahr ist nach mehreren Wochen Trockenheit weiterhin groß, hieß es seitens der Meteorologen.

Im mittelgriechischen Nea Anchialos mussten alle Einwohner am Donnerstagabend in einem Radius von drei Kilometer rund um ein Munitionslager in Sicherheit gebracht werden. Einer der Brände hatte dieses Lager erreicht. Dabei kam es zu mehreren Explosionen. Das Personal des Munitionslagers war rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Der Brand sei gelöscht, hatte der Generalstab der griechischen Luftwaffe am späten Donnerstagabend mitgeteilt.

Im Südosten der Ferieninsel Rhodos, rund um Lindos, seien fast alle Brände gelöscht, berichtete der staatliche Regionalsender der Stadt von Rhodos am Freitag in der Früh. Einige wenige Brandherde werden nach und nach beseitigt. Die Einwohner kehrten zurück und fingen mit den Räumungsarbeiten an.

Der Zivilschutz warnte ebenfalls vor einer weiter großen Brandgefahr. In allen Landesteilen werden für die Jahreszeit normale Temperaturen um die 36 Grad erwartet, wie das Meteorologische Amt mitteilte.