Mazedoniens Präsident sieht eine Lösung im jahrelangen Namensstreit

Mögliche Einigung in Namensstreit zwischen Athen und Skopje

Freitag, 18. Mai 2018 | 12:25 Uhr

Der bulgarische Vizepremier Krassimir Karakatschanow hat am Freitag in Sofia erklärt, dass sich Skopje und Athen im Streit um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien geeinigt haben. “Unser westlicher Nachbar wird wohl “Ilinden-Mazedonien” heißen”, sagte Karakatschanow in einem Fernsehinterview.

Bulgarien hat keinerlei Ansprüche, wie Mazedonien künftig heißen wird. “Bulgarien war das erste Land, das die Unabhängigkeit des Landes anerkannt hat, und zwar unter dem konstitutionellen Namen “Republik Mazedonien”, betonte Karakatschanow.

Das einzige Problem, das zwischen Sofia und Skopje steht, seien die Versuche, die bulgarische Geschichte umzudeuten. “Wir sind aber dabei, diese Ungereimtheiten auszuglätten, nachdem Bulgarien und Mazedonien einen Vertrag über gutnachbarschaftliche Beziehungen abgeschlossen haben”, sagte Karakatschanow, Vorsitzender der nationalistischen Partei VMRO (Innere mazedonische revolutionäre Organisation), die als Juniorpartner zur Regierungskoalition in Sofia gehört.

Beim EU-Westbalkan-Gipfel am Donnerstag in Sofia trafen die Ministerpräsidenten Griechenlands und Mazedoniens, Alexis Tsipras und Zoran Zaev, zusammen. Nach dem Gespräch, das einer Reihe von Verhandlungsgesprächen zwischen den Außenministern beider Länder folgte, erklärten sie, dass der Namensstreit sehr bald beigelegt werden kann. “Es gibt eine Variante, die für beide Seiten akzeptabel ist”, sagte Zaev am Donnerstag in Sofia. Allerdings müsse man nun noch Rücksprache im eigenen Land halten, ob die Absprache umsetzbar sei. “Wenn das so ist, dann haben wir wahrscheinlich eine Lösung”, fügte er hinzu.

Seit der Unabhängigkeit Mazedoniens 1991 Jahren wehrt sich Griechenland dagegen, dass das Nachbarland so heißt wie die nordgriechische Provinz. Athen befürchtet spätere Gebietsansprüche und blockiert wegen des Streits den Beginn von EU-Beitrittsgesprächen ebenso wie die NATO-Mitgliedschaft Mazedoniens. Deshalb wird der Balkanstaat offiziell als “ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien” bezeichnet.

Von: apa

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1 Kommentar auf "Mögliche Einigung in Namensstreit zwischen Athen und Skopje"


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8 Tage 21 h

Nordtirol beansprucht auch den Namen Tirol für sich…

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