John Dalhuisen kritisiert den Militär-Einsatz

Möglicher Militär-Einsatz vor Libyen sorgt für Kritik

Montag, 31. Juli 2017 | 17:46 Uhr

Amnesty International hat einen möglichen Einsatz der italienischen Marine zur Unterstützung von Libyens Küstenwache scharf kritisiert. “Statt Schiffe zu senden, um Menschenleben zu retten und verzweifelten Migranten und Flüchtlingen Schutz zu geben, bereitet sich Italien darauf vor, Kriegsschiffe zu schicken, um diese zurückzudrängen”, so John Dalhuisen, Amnesty Europa-Geschäftsführer, am Montag.

Das Kabinett in Rom hatte am Freitag die Mission beschlossen, die darauf abzielt, Menschenschmuggel zu bekämpfen. Die libysche Regierung von Ministerpräsident Fayez al-Serraj habe den Einsatz von italienischen Schiffen innerhalb der libyschen Hoheitsgewässer angefragt, hatte der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni im Beisein von Al-Serraj vergangene Woche in Rom bekanntgegeben. Gentiloni bezeichnete diese Möglichkeit als möglichen Wendepunkt in der Flüchtlingskrise.

Anschließend sorgten Äußerungen aus Tripolis für Verwirrung. Der Präsidentschaftsrat, dem Al-Serraj vorsteht, dementierte, dass Libyen Italien die Erlaubnis für einen Einsatz innerhalb der Hoheitsgewässer gegeben habe. Man habe sich lediglich auf eine weitere Unterstützung der libyschen Küstenwache durch Italien in Ausbildung und Ausrüstung verständigt. Der für Einsätze der Küstenwache zuständige Oberst Massud Abdel Samat sagte der Zeitung “Corriere della Sera”, Libyen sei ein souveräner Staat, der keine ausländischen Streitkräfte auf seinem Territorium wolle.

In dem Bürgerkriegsland, von wo aus die meisten Migranten in Richtung Italien aufbrechen, herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi Chaos. Drei Regierungen kämpfen um die Macht. Die Vereinten Nationen unterstützen Al-Serrajs Regierung, die jedoch kaum Gebiete über die Hauptstadt Tripolis hinaus kontrolliert.

Am Dienstag will Außenminister Angelino Alfano mit Verteidigungsministerin Roberta Pinotti Ausschüsse des italienischen Parlaments über die Entwicklung in Libyen informieren. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa soll das Parlament am Mittwoch über den Einsatz abstimmen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Möglicher Militär-Einsatz vor Libyen sorgt für Kritik"


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Lingustar
Lingustar
Tratscher
15 Tage 20 h
Ich sehe das was da seit geraumer Zeit passiert, als eine waschechte Invasion nach Europa an. Und alle Amnesty International Typen, die derartigen Schwachsinn labern wie der da oben, sollte zum Teufel gejagt werden. Stellt euch nur einmal vor, es hätte vor 250 Jahren als die Türken vor dem Wienerwald standen (Heute sitzen se drin) Grüne und Amnesty Int’l. gegeben, die hätten die alle glatt reingelassen mit dem freudigen Hurra auf den Lippen: Kommet alle her zu uns und schlachtet uns der Reihe nach ab. Und beim zweiten Blick scheint es auch nicht mehr verwunderlich, dass von diesen Typen kürzlich… Weiterlesen »
Lingustar
Lingustar
Tratscher
15 Tage 16 h

Ich möchte noch hinzufügen, dass Amnesty Int’l schon seine Daseinsberechtigung hat, allerdings wie der Name schon sagt, sollte sich “Amnesty” in der Welt -wo man sie nicht rausschmeißt- darum kümmern, wozu sie da sind, und sich nicht in Dinge einmischen und permanent reinhängen, die sie nichts angehen. ( Dann gibts auch keinen Ärger! ) 

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